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manche dadurch. Die Destillationen werden in nasse und trockene eingetheilt.Jene geschehen bei Körpern, die schon an sich flüssig sind; diese bei trockenen, derenDämpfe erst durchs Abkühlen eine tropfbare Flüssigkeit geben. Die Geräthschaf-ten, die zu Destillationen ersodert werden (Destillirapparat), wozu auch derDestillirofen gehört, heißen überhaupt Brennzcug. Sie sind von verschiedenerArt. Greifen die zu behandelnden Substanzen die Metalle nicht an, und erfodernsie nur die Hitze des siedenden Wassers, so kann man die Gefässe aus Kupfer ma-chen; dahin gehört diegemeineBranntweinblase. Bei Substanzen, welche dieMe-talle angreifen, muß man sich gläserner Gefäße bedienen, dergleichen die Retortensind. Da die Feuerbeständigkeit und Flüchtigkeit der zusammengesetzten Körper sehrverschieden ist, so muß auch das Verfahren bei der Destillation sehr verschieden sein.Wenn die flüchtigen Bestandtheile der Körper, welche bei der Destillation aufstei-gen, sich oben in Flüssigkeiten sammeln, so nennt man diese Operation im engernSinne Destillation. (Vgl. Sublimation.) Bei den flüchtigen, gasartigenSubstanzen bleiben die flüchtigen Theile in ihrem dampfartigen Zustande, ohnesich weder in eine Flüssgkeit noch in feste Theile zu sammeln. Wenn die flüchti-gen Theile rein aufsteigen und also keine feuerbeständigen Theile mit sich fortführensollen, so muß man die Destillation so regieren, daß erstere nur den Grad vonWärme erleiden, welcher zu ihrer Absonderung und Trennung von letztem nöthigist. Diese Vorsicht muß besonders dann angewandt werden, wenn bei dem Gradeder Flüchtigkeit der Bestandtheile eines Körpers, der durch die Destillation zersetztwerden soll, kein großer Unterschied stattfindet. Ein deutliches Beispiel hiervongeben alle feste ölige Stoffe, wenn man die Säure und das Öl, woraus sie bestehen,von einander scheiden will. Da diese Bestandtheile fast denselben Grad der Flüch-tigkeit besitzen, so kann es nicht fehlen, daß sie zugleich, und ohne sich von einandergetrennt zu haben, in die Höhe steigen, sodaß mithin der zusammengesetzte Körper,ohne zersetzt zu sein, übergeht. Bei dem Destilliren hat man außerdem viel Vor-sicht nöthig, da gläserne und irdene Gefäße leicht zerspringen, wenn sie zu schnellund zu stark erhitzt werden, und besonders, wenn die Dämpfe zu geschwind und inzu großerMenge aufsteigen, als daß sie von ihrer Verdichtung in den Vorlagen zu-rückgehalten werden könnten. Um das Zerspringen zu verhüten, bringt man inden Vorlagen eine kleine Öffnung an, durch welche man im Nothfall die allzu großeMenge Dampf ausströmen lassen kann. Wir empfehlen Lentin'S Schrift: „Überd. Proceß der Destillation" (Göktingen 1739). Die neuesten Verbesserungen desBrennzeugeg beschreiben Klaproth unk Wolf im „Themisch. Wörterb." (Berlin 1807 fg.), im 1. Suppl.-Bd., S. 589 sg., wo auch die Literat. angeführt ist.Eine allqem. Übers. gewährt Schreqer'S „Beschreibung d. chemischen Geräth-schaft" (Fürkh 1802, 3 Bde.).
DestoucheS (Philippe N-'-ricault), einer der ersten Lustspieldichter derFranzosen, geb. zu Tours 1680 und in Paris erzogen, war anfangs Freiwilligerbei einem Infanterieregimente, verließ aber diesen Dienst und begab sich zu demMarquis von Puisieup, Gesandten in der Schweiz , dessen Liebe er sich erwarb.In der «chweiz entwickelte er sein Talent für das Theater und schrieb mehreSchauspiele, die großen Beifall erhielten. Seine Kenntnisse in der Diplomatik er-warben ihm die Gunst des Regenten, der ihn 1717 mit dem Abbe DuboiS nachEngland sandte, um diesen bei seinen Geschäften zu unterstützen. Als Dubois nachFrankreich zurückgekehrt war, blieb D. in London , wo er sich verhcirathete. Erführte die Geschäfte aus eine so ausgezeichnete Art, daß der Regent ihm Be-weise seiner Zufriedenheit zu geben versprach, über die Frankreich erstaunen würde;aber da dieser Fürst starb, verlor er mit seinem Beschützer seine Hoffnungen. Erzog sich auf sein Landgut Fort-Oiseau bei Melun zurück und suchte durch Land-bau, Studium der Philosophie und Umgang mit den Musen den Eigensinn des