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Deutsche Manufactur-und Fabrikindusirie
Waaren wohlfeiler herzustellen erlaubt, als dem deutschen . 2) Der, zwar nicht imNenn. oder Realpreise, niedrigere Arbeitslohn in England. 3) Die Ausdehnungund Vervollkommnung des Maschinenwesens, sowie 4) die bis auf das Äußerstegetriebene ArbeikStheilung, besonders bei den verschiedenen Operationen der engli-schen Fabrication. 5) Größere Aufmerksamkeit der Regierungen des AuolandeSauf das Fabrik-und Manufackurwesen in ihren Ländern, durch Sicherung des Ab-satzes aus ihren inländischen Märkten. 6) Begünstigung der Ausfuhr in Englandd ch Bezahlung der sogenannten Drawbacks (Rückzoll) mit 10 Procenten desWerthes, durch Abnahme des Überflusses der Fabrikation in bedrängten Zeiten undderen Sendung mit ein Paar Millionen schaden in das Ausland, sowie durchkünstlich ineinandergeschobene Ein-und Ausfuhrverbote. 1) Gesellschaften vonPrivatpersonen zu Unterstützung der Landesfabrication, die, wie z. B. die Man-chestergesellschaft in England, Vorräthe um den Fabrikpreis kaufen und durch Lot-terien so wieder ausspielen, daß die Gewinner die Fabricate und Manufacte, wennsie solche selbst zu verkaufen vorziehen, in das Ausland versenden müssen, woraussich die Verkäufe der englischen Waa/en um Spottpreise zu Hamburg, Leipzig ,Frankfurt :c. leicht erklären. 8) Die mit zureichenden Execurivmitteln ausgestattetenProhibiiiv-odcr hohen Zollsysteme auswärtiger Staaten, besonders Frankreichs .Ersteres verstattet keinem Gegenstände deutschen GewerbfleißeS den Ein - oderDurchgang. 9) Widernatürliche Nersebließung oder Erschwerung deutscher Fa-bricate auf Deutschlands eignen innern Märkten.
Die widrigen Einflüsse, welche Zeitumstände auf den Gang unserer Fabrik-und Ma»usacturindustr>c gehabt haben, können nur günstigere Zeitverhältnisse he-ben. Was aber nicht zufällig, sonder» absichtlich von Außen die deutsche Gewerb-thätigkeit schwächt, dem kann man nach und nach mehr oder minder begegnen.Vermindert sich die Masse der Staatspapiere und der immer erneuerten Staatsan-leihen, zeigen die deutschen Regierungen eine größere 'Aufmerksamkeit für den In-dustriehandel, und sucht man die Einfuhr der uns überflüssigen Erzeugnisse desAuslandes ohne Zwang zu beschränken, so werden die Eapitalisten ihr Einkommenwieder mehr auf die Unterhaltung der inländischen Werkthätigkeit verwenden. Wirdder Zliusrgeist beschränkt, und die Gcwerbsfrciheit mehr begünstigt, steuert mandem Wucher, der Faulheit der Tagewerker, und weiß die Polizei die Preise der Le-bensbedürfnisse durch Concurrenz in ein gehöriges Gleichgewicht zusetzen, so müssenauch die Arbeitslöhne billiger werden. Ausdehnung der inländischen Märkte, niehrArbeitstheilung und Unterstützung von Seilen der Eapitalisten werden die Ausbrei-tung des Maschinenwesens zur Folge haben, und gehen die Regierungen mit demBeispiele besonderer Sorgfalt für die deutsche Industrie voran, so kann es auchnicht an begünstigenden Privatvereincn fehlen. Das Hauptmittel der Hülfe istaber unter allen die Freiheit des Industriehandels im Innern vonDeutschland , vereint mit klugen Maßregeln, welche unsern Industrieerzeugnis-sen die Concurrenz mit den ausländischen möglich machen. Der deutsche Handels-und Gewerbsverein verfolgte im Gegensatze, als einzigen Gesichtspunkt der Hülfe,ein vollkommenes Reto.sionssystem, durch Aufstellung der strengsten Zoll-undProhibttivmaßregeln gegen alle auswärtige Nationen, bis auch sie den Grundsatzder europäischen Handelsfreiheit anerkennen. Deutschland sollte, nach dessen An-sichten, ein ganz geschlossener Handelsstaat im engsten Sinne werden. Daß sichdies nie realisiren werde, ja daß selbst die süddeutschen Vereinsiaaten ihre Maßregelnnicht so weit auszudehnen gedenken, glauben wir, unter Beziehung auf den Art.Darmstädter Handelscongreß, mit vieler Wahrscheinlichkeit behaupten zukönnen. Eine vollkommene Retorsion als dauernder Zustand könnte auch auf dendeutschen Handel und das Fabrikwesen nur nachtheilige Einwirkungen haben. Ver-nichtet wäre in einem solchen Falle der größte Theil unsers wichtigen Zwischenhan-