Band 
Dritter Band. D bis E.
Seite
397
JPEG-Download
 

Duinplcr Dünkirchon 39F

thätig, um der englischen Regierung und den spanischen und portugiesischen Behör-de» Plane mikzulkeilen. Auch bei der neapolitanischen Revolution 1821 theilte erdem Parlamente Verthcidigungsplane mit. Das britische Ministerium bewilligteihm ein Iabrgeld von 1200 Pf. St. Er starb den 1-1. Mär; 1823 in der Nähevon London. 84 I- alt. Don s. Memoiren (Hamburg bei Hoffmann) erschien eineerweiterte AuSg. von 1 Bdn. in der pariser Memoirensamnil. bei Baudfiuin.

D u in p l e r, D u n k e r, eine christliche Schwäriiiersekte in den uordanicri-kanischeu Freistaaten, eine?lrt Wiedertäufer, so genannt von dem bei der Taufe ein-gefübrken Untertauchen, Dunker. Sie feiern den siebenten Tag, versammeln sich2 Mal des Tags unk 2 Mal des Nachts zur Erbauung, genießen nur bei ihrenLiebesmahlen Fleisch, und führe» rine strenge klösterliche Lebensart. Die sich ver-heirakhen, bleiben zwar Verwandte der Gemeinde, müssen aber von den Unver-heiratheten getrennt wohnen. Ihr Hauptork ist Ephrata, in Pcnnsvlvanicn.

Dunciade, s. Duns, Pope und Palissot.

Düngung, das Verfahren, die Acker auf eine künstliche Weise fruchtbarzu Machen. Sie nimmt entweder durch Beimischung gewisser Zusätze Hindernissedes Wachsthums von dem Boden weg, oder sie wendet solche -Substanzen an, dieunmittelbar dem Wachsthums förderlich sind. Diejenige Mischung des Bodensist die beste, die aus etwas Sand, etwas mehr Kalkerde, noch mebr Stauberde,größtcntheils aber aus Thonerde besteht. Durch den Sand und die Stauberde haterdie nöthige Lockerheit, daß sich dieWurzelngut ausbreiten, und dieNahrungStheil-che» aus der Luft besser eindringen können. Die Thonerde hält dagegen die Feuch-tigkeit länger an und gibt der Pflanze einen festen Stand. Die Kalkerde bringtdie nöthige Auokrocknung zuwege, und zieht noch mehr als die übrigen Erden dieLuft-, Wasser - und Dltheilchen an sich. Hieraus sieht man, daß durch Beimischungeines oder des andern dieser Theile ein Boden, dem er fehlt- fruchtbar gemachtwerden kann. Die zweite Art der Düngung ist die, welche eigentlichen Nahrungs-saft in den Bodkn bringt, der, wie die Pflanzen selbst, ein Gemisch wässeriger, sal-ziger, öliger und erdiger Theile ist- Diese finden sich nur in der organisirken Schö-pfung, denn alle ihre Erzeugnisse sind der Fäulniß unterworfen, wodurch sich ihreBestandtheile zersetzen. Der Auswurf von Thieren (der gewöhnliche Mist) ist dasgemeinste Düngungsmittel. Außerdem kann man alle in Fäulniß übergegangenethierische Theile oder mit thierischen Lltoffen durchdrungene Dinge und alle verrot-tete Pflanzenstoffe zur Düngung gebrauchen. Die Düngung durch die Bracheberuht zum Theil darauf, daß man die wild aufgegangenen Gewächse unterpflügtund zum Verfaulen bringt. Die Chemiker unserer Zeit haben sich bemüht, einenkünstlichen Dünger zu bereiten, der von dem gewöhnlichen verschieden ich

Dunkel, s. Licht-

» kirche n (franz. Dunkerque ), eigentlich die Kirche ab best Dünenbdcr Sandbänken, 6 Meilen von Calais , eine feste See- und Handelsstadt mit21,200 Einw. im ehemal. franz. Flandern (llöp.-irt. <lu Xnr.l), war in ältern Zei-ten der beständige Gegenstand der Eifersucht zwischeit Frankreich und England.Ludwig XIV'., der es 1662 um 5 Mill. Livres von Karl II. zurückkaufte (dieserspanische Seeplatz wrr 1658, in Folge der Allianz Frankreichs mit Cron.iwell, vonden Engländern erobkrt worden), bor Alles auf, i:m diesen Platz unbezwinglich, undden Hasen, der so geräumig ist, daß 200 große Schiffe darin vor Anker liegen kön-nen, zu einem der bequemsten in ganz Europa zu machen. In den Kriegen zwi-schen England und Frankreich hatten die Freibeuter von Dünkirchen der englischen und holl.indsschen Handlung großen Schaken zugefügt; dieses und der wachsendeFlor dieser «ladt bewogen England, es zu einer Hauptbedingung des utrech ter Frie-dens (1113) zu machen, daß Frankreich auf eigne Kosten die Festungswerke wiederabtragen und diese-, Meisterwerk ker Kriegsbaukunst vernichten solle- Man fächle