Band 
Dritter Band. D bis E.
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Duval (Amury)

er wurde als Ingenieurgeograph bei dem Canalbau vonDieppe gebraucht. ?luS Lei-denschaft fürs Theater trat er 1791 als Schauspieler im 'I1,öüi>>' ki-in<u>is auf.Bald aber riefen ihn die Gefahren des Vaterlands wieder unter die Waffen, under machte die erste» Feldzüge des Revolutionskrieges als Freiwilliger mit. EineZeitlang zum 'Ilx-itre kwiu-Os zurückgekehrt, trafih» das Schicksal aller Schau-spieler dieses Theaters, ins Gefängniß geworfen zu werden, und er entging, nebst s.Cameraden, dem Blutgerüste nur durch den Muth eines Schreibers im Comite derallgemeinen Sicherheit, der es wagte, die Anklagedocumente bei Leite zu schaffen.Durch den 9. Thermidor befreit, verließ er das Theater, widmete sich ganz der Lite-ratur und galt in Kurzem für einen der glücklichsten Lustspiel- und Öperndichter.Don s. 60 Llücken haben sich viele auf dem freun. Repertoire erhalten. Deutsche Bearbeitungen sind erschienen, von s. „Eduard in Lchottland" durch Kotzebue , vom„Hauskprannen", einem trefflichen Charaktergemälde, durch Iffland, und von a. m.Seine kleine»Opern, z.B. „älaisou ä voustio", „I.o Oii-nuni, ,", „EinTag ausdem Iugendlebe» Heinrichs V." u. a. gehören zu den Lieblingsdarstellungen der franz.und der deutschen Bühne. S. „Oon-res oenussotos" (Paris 1822 fg., 9 Bde.).S. Bruder, Amaury D. (s. d.), ein gründlicher Kenner der alten und neuen Li-teratur, hat durch kritisches Urtheil aufs. Bildung Vortheilhaft eingewirkt.

D u v a l (Amury), einer der ausgezeichnetsten Gelehrten Frankreichs , geb.den 28. Jan. 1760 zu Reimes, bildete sich zum praktischen RechtSgelehrten undtrat schon im 20. Jahre mit Auszeichnung als Redner im Parlamente von Bre-tagne auf, wo er unter Anderm durch die Vertheidigung eines jungenManneS, wel-cher in einem Anfall von Eifersucht seinen Nebenbuhler erschossen harte, großen Ruferwarb. Er verließ jedoch bald diese Laufbahn, um sich dem diplomatischen Fachezu widmen, und wurde 1786 Gesandtschaftsseeretair in Neapel. In Italien be-suchte er alle Denkmäler des Alterthums, und sammelte während seines mehrjäh-rigen Aufenthalts in Neapel reichen Stoff zu s. Werke über die Alrerthumskunde.Er blieb auch nach der Entlassung des Gesandten, unter welchem er stand, noch ei-nige Zeit in Italien, um seine Forschungen fortzusetzen. Als er 1792 in Rom war,erhielt er durch Basseville, damaligen Gesandten der franz. Republik , die Stelle ei-nes Lecretairs, und gerieth bei dem Pöbelaufstande im Jan. 1793, der dem Ge-sandten das Leben kostete, selber in die größte Gefahr. Ein Soldat rettete ihn ausden Händen des Volks und führte ihn ins Gefängniß. Nach einigen Tagen erhielter seine Freiheit und wurde, auf seinen Wunsch, nach Neapel gebracht. Bald nach,her verließ er eine Laufbahn, die zu einer Zeit, wo alle europäische Höfe den Ge-sandten der franz. Republik verschlossen waren, keine Aussichten darbot. Er wid-mete sich nun gelehrten Arbeiten und begann in Verbindung mit Champfort,Ginguenö, Say und Andern die „Döc-xle ssiilosnpbssuo", woran er fortdauerndden thätigsten Antheil nahm, bis diese Zeitschrift im 1.1808, wo sie den Namen„lievuo" angenommen hatte, mit dem „äleiouee ste 1 iniio-" vereinigt ward, denD. bis 1814 herausgab. Er gewann während dieser Zeit 3 Mal den von demfranz. Institut ausgesetzten Preis auf Fragen über Gegenstände der Ltaarswirth-schaft, Moral und Alterthumskunke. Schon unter der Regierung des Direkto-riums erhielt er die Stelle eines Vorstehers der Abtheilung für Wissenschaften undKünste im Ministerium des Innern, und behielt sie bis 1815, wo er das Schicksalfast aller alten Beamten theilte, die durch neue Emporkömmlinge aus der alten Zeitverdrängt wurden. Seit 1811 war er Mitglied des Instituts in der Classe fürGeschichte und Literatur, der man 1816 wieder den wunderlichen alten Namen derAkademie der Inschriften und schönen Künste gegeben hat. D. gehört zu demAusschusse, der die Fortsetzung der von den Benediktinern angefangenen Geschichteder franz. Literatur bearbeitet. Unter seinen übrigen Lchrifren sind auszuzeichnen:seine gekrönte Preisschrift „Des söpuituros eher los aimions et los moeternos";