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Eckhel Eckhof
Entfernungen, so kann jede derselben ein eignes Echo hervorbringen, wovon daserste das stärkste ist, weil die andern durch den weitem Fortgang in der Luft ge-schwächt werden. Da der Schall nach eben den Gesehen zurückgeworfen wird,nach welchen das Licht zurückprallt, worauf die Kaloptrik beruht, so nennen Ei-nige die Lehre vom Echo Katoprrik des Schalles, besser Kataphonik oder Ka-lakustik. Der Ort des schallenden Körpers wird der phoniscbe, und der zurück-werfende Ort oder Gegenstand der phonokamptische Mittelpunkt genannt. Au denberühmtesten Echos gehört das zu Rosneath in Schottland und das in der VillaVimourtia unweit Mailand , welches ein Wort 30—40 Mal wiederholt.
Eckhel (Joseph Hilarius ), einer der größten Kenner der Munzwissenschaft,geb. d. 13. Jan. 1737 zu EnzerSfeld in Östreich unter der Ens und von den Jesui-ten erzogen, trat sehr jung in den Orden und venvaltete verschiedene Lehrämter,bis er Pros. der Beredtsamkeit in Wien wurde, und zugleich die Aufsicht über dasMünzcabinet des Iesuitencollegium« erhielt, da unter allen Zweigen der Alterthums-kunde, welcher er mit dem größten Eifer oblag, die Münzkunde ihn anzog. Das rei-che kaiserl. Münzcabinet und die ansehnlichen Sammlungen vieler Liebhaber warendie Schulen, wo er durch Derglcichung der alten Münzen nach und nach jenensichern ».schnellen Blick erwarb, der die Prüfung derDcnkmäler selbst erleichtert unddem gelehrten Kenner das scharfe Urtheil gibt, wodurch die wissenschaftliche Bil-dung vollendet wird. Er fand die alte Münzkunde auf einem Standpunkte, wo sichdas Bedürfniß fühlbar machte, sie mit treuer Benuhung der Vorarbeiten zur Wis-senschaft zu erheben, ihre Grenzen abzustecken und nach festen Grundsätzen ein licht-volles System derselben aufzustellen. Dies war die Aufgabe, der er alle s. Forschun-gen widmete. Eine Reise nach Italien , die er 1772 machte, gab ihm Gelegenheit,die neue Anordnung der alten Münzen, die s. Systeme zum Grunde lag, in derreichen Sammlung zu Florenz auszuführen. Nach s. Rückkehr 1774 ward er zumAufseher des MünzcabinetS zu Wien und zum Pros. der Alterthumskunde ernannt,und nach der Aufhebung s. Ordens widmete er sich ganz f. Wissenschaft. Die ersteFrucht s. Forschungen war sein ausgezeichnetes Werk: „Aumi veterez aneuckoti",das 1775 in 2 Bdn. 4. erschien, und worin er über 400 unbeschriebene Münzenbekanntmachte. Darauf folgte die neue Ausgabe des, ursprünglich von Fröhlichund Khell, s. Vorgängern, besorgten Verzeichnisses des kaiserl. MünzcabinetS, dasnach der von ihm eingeführten Methode geordnet ist. Nach diesen Vorbereitungenerschien 1792 der Anfang des Werks, das ihn den größten Münzkennern an dieSeite stellte: „llortriiiu I,U„>NI veioruii," (1798 mit dem 8. Bde. vollendet).Dieses treffliche Werk umfaßt die ganze alte Münzkunde, deren Theile in licht-voller Ordnung, bei steter Anwendung einer gelehrten und scharfsinnigen Kritik,dargelegt werden. Wenige Tage nach der Vollendung desselben starb E. den 16.Mai 1798. Sein Leben erzählt der 1. Bd. von Schlichtegroll's „Nekrolog".
Eckhof (Konrad). Dieser für die Geschichte des deutschen Theaters so merk-würdige Künstler, geb. 1720 zu Hamburg , war der Sohn eines Skadtsoldatenund nachherigen Lichtpußers beim Schönemanu'schen Theater. Als Schreiber beidem schwed. Posicommissair zu Hamburg , in dessen Diensten er sich durch Fleiß u.Ordnung auszeichnete, fand er die Zumuthung, aufdie Kutsche der Frau Postcom-missairin als Lakai aufzusteigen, zu erniedrigend, als daß er nicht sogleich den Diensthätte verlassen sollen. Er kam nach Schwerin zu einen, Advvcaten, der zugleich er-klärter Freund der Musen war, eine ansehnliche Bibliothek, vorzüglich lheatrak.Schriften besaß, und durch diese in E., der fleißig las, den Gedanken erweckte,Schauspieler zu werden. So trat er 1740 in Schönernann'S Gesellschaft, und de-bulirte zu Lüneburg . Durch Nachdenken u. Fleiß bildete er seine Talente aus; aberohne Muster, die ihm zum Vorbilde hätten dienen können, mußte er Alles durch undaus sich selbst werden. Die meisten Schauspieler damal. Zeiten hatten noch Vieles