Band 
Dritter Band. D bis E.
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Eduard IH.

die Neustadt, die Umgebungen der Stadt, das Meer und die Gebirgskette des Hoch-,landes gewährt. Zu den schönsten Gebäuden der Altstadt gehören: das neue U»i-versitätSgebäude (seit 1789 erbaut), die mit einem Aufwande von 75,000 Pf. L7-t.erbaute Bank, das ParlamemshauS tind die Börse. Zn der fteeustadt zeichnet sichdas 1774 erbaute prächtige Registerofsice oder Generalarchiv von Schottland aus.Unter Andern zeigt man darin die Originalurkunde der Vereinigung Englands undSchottlands , von der Königin Anna unterschrieben. Auf dem Caltonhill, einemHügel bei der Neustadt ist die Sternwarte und Nelson s Denkmal, eine 100 Fußhohe Säule, in deren Innerm eine Wendeltreppe bis zur Spitze hinaufführt, undin deren hohem Fußgestell Zimmer angebracht sind. Unter den milden AnstaltenEdinburgS steht das große Hospital, von einem patriotischen Goldschmiede, GeorgeHeriot , 1650 gestiftet, obenan; auch Watson s und Gillespie's Hospital und dasWaisenhaus zeichnen sich aus. An der Spitze der gelehrten Anstalten steht die Uni-versität, von Jakob Vl. 1581 gestiftet, die 1826 gegen 2300 Studirende zählte.Am berühmtesten ist von jeher die mcdicinische Facultäk gewesen, die noch jetzt dietalentvollste» Männerv.Schottland, einen Duncan, Bremsten, Thomson, Gordon,Hope rc., zu ihren Mitgl. zählt. Die Universitätsbibliothek von 50,000 Bdn. er-hielt durch Ankauf der Medicin. Differtationensamml. des verst. Pros. Reima-rus in Hamburg einen ansehnlichen Zuwachs. Bedeutender noch ist die Advoca-tenbibliothek, für welche einer der schönsten Säle des Parlamentshauses eingerichtetworden ist. Unter den gel. Gesellschaften in Edinburg hat sich die Noyal Societydurch gründliche Abhandlungen bemerkbar gemacht. Auch ward hier eine Ges. fürNaturgeschichte u. d. N. der Werner scheu gestiftet. Als Vorbereikungsschule für dieUniversität dient die berühmte IIipl>-8,-M»,I (höbe Schule). E. bat große Kerzen-gießcreienu.Seifensiedereicn, wichtigeWhiskv-(Branntwein:)Brennerc>cn, Stärke-fabriken, Strunipfwirkercien, Stecknadel- und Knopffabriken. Man verfertigt schöneKutschen, Uhren, Blech- und Messingwaaren, und treibt, über Leikh, einen starkenHandel, zu dessen Beförderung 3 öffentliche und 9 Privatbanken, mehre Assecu-ranzgesellschaften und eine Börse dienen. Die schon erwähnte Hafenstadt, wohinterLeüh-Walk, eine schöne, breite, mit hübschen Häusern und Gärten besetzte Ltraßefuhrt, ist eng und schmutzig, und hat 15,000 Einw-, SchiffSweiste, iLchiffsdockcn,Glashütten , welche Flaschen und Gläser liefern, die selbst den englischen vorgewogenwerden, bedeutende Seifensiedereien und große Magazine der Ediuburger. Merk-würdig sind die in der Umgegend von E. vereinzelt und steil zu einer großen Höheheransteigenden Felsenmassen, von denen mehre eine Höhe von 1000 Fuß haben.Sie sind basaliartig und haben zum Theil eine prismatische Form. Es erscheinenin E., das mir London den Besitz des engl. Buchhandels theilt, viele größere ency-klopädische Werke und berühmte Zeitschriften. (öL. Englische Literatur undEncyklopädien.) Vgl. Ale.r. Bower's „Ilieicrv vk tbe 1 nive-rsitv ol Uckln-bur^I,", und dessen histor. beschreib. Text zu dem Kupferwerke: „b.iliiiburxch illn-5tr.->tt-ll" (1829). Die Schatten- oder Kleinstädte: feite von §. schildert mit Witzund Laune die Schrift: ,,'sbe >nc»lrri> 4tI><->>-." (London 1825).

Eduard lll., einer der größten Könige Englands, Enkel Eduards I., geb.Zu Windsor 1312, kam 1327 auf den Thron und starb 1377. Es gelang ihm,die während s. Minderjährigkeit verloren gegangene Lehnsherrschaft über Schott-land wiederzuerobern. Nach dem Tode des kinderlosen Königs von Frankreich ,Karl IV. , suchte er 1336 die Ansprüche, welche er durch s. Mutter Isabelle, KarlsSchwester, auf dieses Reich hatte, gegen den König Philipp VI. , aus dem HauseValoiS, geltend zu machen. Die gewaltige Schlacht bei Eressy in der ehemaligenPicardie (1346) entschied für die Engländer. Eine Folge derselben war die Er-oberung von Calais (1347), welches die Engländer seitdem 2l0(). hindurch be-saßen. Nach Philipps Tode (1550) wurde der Krieg gegen dessen Sohn, König