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Dritter Band. D bis E.
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damals nock, lebender Bruder, der Card. v. Bork, hieltdem verstarb. KönigKarl" das Todtenamt. Dieser Card. v. Pork erhielt von England seit 1799 einejährl. Pension von 4000 Pf. St. und starb zu Fraseati den 13. Juli 1807. VierJahrh, lang hatten die Smarte in Schottland und 85 I. in England geherrscht, - 0 n r . s. E.

Effectenh andel, s. Staatspapiere.

Effendi (wörtlich, Herr), ein Ehrentitel bei den Türken, den sich dieStaats- und Civilbeamten, oft auch andre Staatspcrsonen beilegen, und dergewöhnlich mit dem Namen ihres Anus in Verbindung ausgesprochen wird.So heißt z. B. der kaiserl. erste Leibarzt Hekim-Effendi, der Priester im Se-rail Jman -Effendi u. s. w. Der Reis-Esse ndi oder Reichskanzler istzugleich Minister der auswärtigen Staatsangelegenheiten und unterhandelt mitden Gesandten und Dolmetschern der fremden Völker.

Egede (Hans), geb. 1686 in Dänemark , 1707 Prediger zu Wogen inNorwegen , der Apostel der Grönläuder. Die dunkle Nachricht, daß das Christen-thum schon früher in Grönland verbreitet gewesen, aber durch den Mangel an Leh-rern untergegangen sei, machte sein ganzes Mitleid rege. Nach der sorgfältigstenErkundigung hörte er, daß das östliche Grönland durch Treibeis unzugänglich, unddas südliche von wilden Menschen bewohnt sei. Nun entschloß er sich, selbst nachGrönland zu reise» und dessen Einwohnern das Evangelium zu vredigen. Aberer hakte nicht die Mittel. Die Kaufleute in Bergen wollten keine Speculation nachGrönland wage», die Regierung wies seine Bitte um Scbiffe, Geld und Mannschaftab, weil sie in Krieg mit Schweden verwickelt war; die Bischöfe von Bergen undDrontheim lobten seinen edeln Entschluß, konnten ihm aber nicht helfen. SeineFrau jedoch, von gleichen Gesinnungen beseelt, stärkte seinen zuweilen wankendenGlauben. Die bergischen und andre Kaufleute wurden der Sache geneigter. E.brachte eine Collecte von 10,000Thlrn. zusammen, legte sein Amt nieder, erhielt, nachabgeschlossenem Frieden mit Schweden , von der tän. Regierung den Titel eineskönigl. Missionnairs für Grönland mit 300 Thlr. Gehalt, und 3 Schiffe, eins,um dort zu bleiben, eins, um die Nachricht von seiner Ankunft zurückzubringen, undeins, um auf den Wallfischfang zu gehen. Die Regierung ermunterte die bergischenKaufleute, eine grönländische Handelsgesellschaft zu errichten. Am 21. Mai 1721ging E. mit 46 Personen, als ihr Oberhaupt, an Bord. Der Wallfischfängerscheiterte; die beiden andern Schiffe erreichten Grönland , aber eine 12 Meilen langeStrecke von Treibeis schien die Landung unmöglich zu machen. Endlich gelang sieam 4. Juni. Der traurige Anblick des Landes hätte jeden Andern von dem Gedan-ken an eine Niederlassung abgeschreckt, nur nicht den Glaubenshclden E. Es wardein Haus gebaut, und zum Hafen der Hoffnung genannt. Aber der Bekehrung derGrönländer sehten sich noch größere Schwierigkeiten entgegen.' die Furcht der Grön-länder vor den Fremdlingen, ihre traurige Armuth, welche die selbst armen Gäste imHafen der Hoffnung mit nichts unterstützen konnten, ihre völlige Begriffslosigkeit,der feindselige Einfluß ihrer Zauberer, die unendliche Schwierigkeit, ihre Sprache zuerlernen. Die ganze Mannschaft, des endlosen Kampfes mit aller Art von Elendmüde, verlangte mit Ungestüm, nach Dänemark zurückzugehen. E. selbst ent-schloß sich dazu; aber der felsenfeste Glaube seiner Frau bestimmte Alle zu bleiben,und mit ihr zuversichtlich aufein Schiff nüt der nöthigen Unterstützung aus Däne-mark zu hoffe». Und nicht vergeblich: Am 27. Juni kam ein Boot mit der Nach-richt, daß 2 Lchiffe aris Dänemark mit allerlei Bedarf und Briefen angekommenseien, welche die Versicherung der thätigsten Unterstühung enthielten. Indessen hatteE. seinen Sohn Paul biblische Geschichten malen lassen, ob den Grönländern viel-leicht ein Begriff beizubringen, oder doch ihre Wißbegierde zu erwecken wäre. Dadies nicht gelang, quartierte er sich mit seinen beiden Söhnen bei den Grönländern