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Ehrenbreitskein Ehrcnström
nothwendig geworden. Wie scharfEhrenberg die sittlichen Kruste der menschlichenSeele erforscht, und die tiefern Triebe und Neigungen deo Menschen, die in höher»LebenSverhällnissen besonders angeregt werden, beachtet, man kann sagen belauschthat, beweisen s. „Reden an gebildete Menschen über die heiligsten Angelegt.theilendes Geistes und Herzens in unsern Tagen, zur Weckung und Belebung des mora-lisch-religiösen Sinnes" (3 Dtchn. 1802—1804). Als vorbereitend, die sittlicheAusbildung des Menschen in der Allgemeinheit erfassend, verdient genannt zu wer-den: „Geist der reinen Sittlichkeit in Beziehung auf die Veredlung der menschli-chen Natur" (1802). Sein „Euphranor" enthalt gelungene Schilderungen einesgebildeten und durch Bildung beglückten Lebens. — Den philosophischen Blick mitstetem Hinschauen auf das wirkliche Leben, in dem sich das Höhere ausfpricht, be-urkundete E. nicht nur i» einigen Abhandlungen, die er in Natorp's „Q.uarkalschriftfür Religionslehrer" niederlegte, sondern auch in seinen Schriften: '„Über Denkenund Zweifeln zur Aufklärung einiger Mißverständnisse in der höhern Philosophie"(1802); „Geist der reinen Sittlichkeit mit Beziehung auf die Veredelung dermenschlichen Natur" (1802); „Die praktische Lebensweisheit, ein Handbuch fürAufgeklärte" (1805); „Das Schicksal" (1805); „Wahrheit und Dichtung überunsere Fortdauer nach dem Tade" (1806). Auch s. neueste iLchrift: „Für Froheund Trauernde" (1818), spricht das Gemüth sanft und ergreifend an. Unter s.Predigten zeichnet sich die Sammlung von 1812 aus: „Betrachtungen über diewichtigsten Angelegenheiten des religiösen S'nneS und Lebens".
E h r e n b r e i t sie i n, eine wichtige Bergfestung auf einem 800 F. hohenFelsin diesseitstesRheins, Koblenz gegenüber, ini ehemaligen Erzstifte Trier . DieFranzosen hielten sie von 1188—88, während der Friedensunteihaiidlungen, Völ-kerreck iswidrig eingeschlossen, worauf sie sich endlich den 29. Zan., aus Mangelan Lebensrnitteln, ergeben mußte und 1801 gesprengt wurde. Unten am Felsen,bei dem Städtchen Thal-Ehrenbreitstein, ist das kurfürstl. Residenzschloß,welches aber bei der Belagerung der Festung gwßtentheils zerstört worden ist. 1802wurde d.e gesprengte Festung, das Städtchen und dazu gehörige Amt den» Fürsten von Nassau-Weilburg als Entschädigung zugetheilt, und nachdem dieser durch ei-nen, in Folge des wiener CongresseS 1815 geschlossenen Vertrag diese Besitzungenan Preußen abgetreten, gehören sie zrz.dem Regierungsbezirke Koblenz des preuß.tä-roßherzogthums Nieter, hem. Die Festung ist durch den preuß. ZngenieurgencralAster seit 1815 wiederhergestellt und bedeutend verstärkt worden. (Vgl. K oblenz.)
Ehrenlegion (ic^iou >l'!iuin,t-ui), ein Milirair- und Civilverdienstor-den, den Bonaparte als Conful mit Einwilligung des gesetzgebenden Rathes 1802gestiftet und den Ludwig XIIII. im Z. 1816 erneuert hat. Zm Sterne sieht manjetzt Heinrichs N. Bild; auf der andern Seite: Ilonneui et Die Groß-
krcuze, Großossiciere, Commandeurs, Ofsiciere und LegionnairS haben Pension,von 10,000 bis 125 Fr. Ausländer und Überzählige genießen keine Pension.
Ehre »ström, schwedischer Oberst, nahm Antheil an der Verschwörunggegen die Regentschaft, 1193. Gustav UI., der in dem jungen Ossicier An-lage zu einem Staatsmanne fand, machte ihn zu seinem Cabinetssecretair undbrauchte ihn in schwierigen Geschäften. .Nach des Königs Tode machten^cinigeMänner, die nur dem, ihnen unter der Regentschaft des Herzogs von >Luter-mannland angewiesenen Antheil an der Sraarsgeivalt nicht zufrieden waren, denPlan, den jungen Kenig vor der, von den Gesetzen und durch das Tcstameüt Gu-stavs III. bestimmte»^» sur volljährig zu erklären. Der Baron ?l rniseid (s. d.),der unter der vorigen Regierung viel gegolten halle, sollte an der Lpitze der Ver-schwörung stehe», und E. ward beschuldigt, mit ihm, der jungen Gräfin Rut-er.S-kesf und ander» bedeutenden Personen, den Plan gemacht zu haben, mit gewass-neler Hand eine Smatt-veränterung in Schweden , mit Hülse russischer Kriegs-