506
Emeritus
Emanuel der Große
k>ie „llistnrv nk tbv <2atl,olic flueslion" u. d. T. „blew bla^na Lliarta" (auf Ei-,nem Bogen, 32S. Fol., 3. )lufl., London 1829).
Emanuel der Große, König von Portugal seit 1195. In s. Regierungfallen die Entdeckungsreisen des Vasco da Mama (1491), des Admirals Cabral(1500), dcs Amerigo VeSpucci (1501 u. 1503), sowie die Heldenthaten des großenAlbuguergue, durch welche der Weg nach Ostindien (vorbereitet durch Bartholom.Diaz's Entdeckung des CapS 1486) gefunden, die portug. Herrschaft in Goa be-festigt, Brasilien, die Molukken u. s. w. entdeckt wurden. Portugals Handel stiegunter E. zu einer nie gekannten Höhe; Amerikas Schöße flössen i^ach Lissabon ,und E.'s Regierungsjahre wurden „Portugals goldenes Zeitalter " genannt. Erstarb am 13. Dec. 1521, 52 I. alt, beweint von seinen Unterthanen, verwünschtaber von den Mauren, die er verjagt, und von den Juden , die er zur Taufe ge-zwungen hatte. Zum Denkmal der Entdeckungen ließ E. das Mönchskloster zuBelem erbauen, wo er auch begraben liegt. Er war ein Freund der Wissenschaftenund der Gelehrten; auch hinterließ er Memoiren über Indien .
Embargo, ein spanisches Wort, Arrest oder Beschlag, der auf die in einemHafen liegenden Schiffe gelegt wird, entweder um sich ihrer zu bemächtigen, wiebeim Ausbruche eines Krieges mit den Schiffen der feindlichen Macht geschieht,oder um sie auf eine gewisse Zeit am Auslaufen zu hindern, wenn z. D. in demHafen Rüstungen stattfinden, die vor der Zeit nicht bekannt werden sollen.Emblem, s. Sinnbild.
Embonpoint, s. Corpulenz.
Embryo, die menschliche oder thierische Leibesfrucht in ihrem ersten Ent-stehen, wenn sie (bei Menschen) noch nicht 3 Monate alt ist, oder das in denFruchthalter gebrachte Ei, welches noch nicht so weit entwickelt ist, daß man dieTheile, welche die Gattung und das Geschlecht bezeichnen, erkennen kann. (Vgl.Fötus.) Die Zeit, in welcher dies geschieht, ist nach der Eigenschaft einer jedenThiergattung anders. Der menschliche Embryo ist in der 3. Woche sichtbar, zuEnde der 4. Woche sieht man eine hüpfende Bewegung, welche als Herzschlag er-kannt ist; er hat jetzt dieGrdße einer Ameise oderFliege, ist noch durchsichtig, wassich im zweiten Monate immer mehr zu verlieren scheint, bekommt nun Augen,3iase, Mund, Ohren, auch die Gliedmaßen werden angedeutet; er ist wie eineBiene groß. Im 3. Monat bekommt Alles mehr Ausdruck, das Geschlecht wirddeutlicher, er nimmt zu, wächst nun als Fötus fort, und kommt als Kind zur Welt.
Emden an der Emsmündung, im Fürstenth. Ostfriesland , die erste Han-delsstadt des Königr. Hanover , hat 12,000 Einw., ein Gymnasium, eine Schiff-fahrtsschule, 2 naturforsch. Gescllsch., eine Affecuranzges., Handelskammer u. s. w.1823 bildete sich hier eine Gesellsch. für bildende Kunst und vaterländ. Alterthümer,die eine Sammlung von Gemälden, meistens aus der niederländ. Schule und vonalten ostfriesischen Malern (Backhuisen aus Emden, H. v. Coninxloo , Mart. Fa-ber) u. a. Denkmale aus der Vorzeit des Vaterlandes aufgestellt hat. Bedeutenderwar der Platz unter preuß. Landeshoheit, wegen der damaligen Handelsfreiheit Ost-frieslands, doch ist der Seehandel noch immer sehr wichtig, und sieht, nach derVereinigung der Eins und des Rheins, sowie der Austiefung der Oberem«, einerhöhern Blüthe entgegen. Der Freihafen kann nur mit der Flut Schiffe aufnehmen,die 12 —13 Fuß tief gehen. Die sogen. Rhede ist desto sicherer. Bei den zuneh-menden Einengungen des Dollart durch neue Landbedeichungen ist wahrscheinlich,daß die Unterems künftig mehr Tiefe erhalten werde, als sie jetzt hat. E. hat eineBank, die es schon unter Preußen besaß, jetzt wiedererhalten. Die Heringsfischereibeschäftigt 25 Bussen. Noch bestehen hier 460 große und kleine Handlungshäufer,nebst vielen Fabriken. Nach Aurich führt von Emden eine Canalfahrt.
Emeritus, bei den Römern ein Soldat, welcher seine Zeit ausgedient