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Episcopalsysiem Episode
Menschheit, das Leben der Nationen oder eines Volks bezieht, am frischesten unherrlichsten, wenn sein Stoff die Sage ist, die mit der Urgeschichte des Volks umseinem Ursprünge zusammenhängt. Von geringerm Umfange und beschränktererBedeutung ist dasjenige epische Gedicht, dessen Inhalt sich mehr auf das Leben ein»zelner Menschen bezieht, wodurch auch der Ton des Ganzen beschränkter und lyri-scher wird. Man könnte dieses zweckmäßiger als das erstere, Heldengedicht nennemHierher gehören die meisten romantischen Epopöien, und selbst Homer's „Odysseeim Verhältniß zur „Iliade "; auch die meisten neuern Epopöien, welche einen reli-giösen oder mythischen und historischen Stoff behandelt haben, besonders die letzteres,welche sich mehr an die Gedichte anschließen. Ferner gehören zu der epischen Poemder Roman, aus den romantischen Epopöien entsprungen, und die poetischen Es"'zählungen, Novellen, Balladen (s. d.), welche Begebenheiten, Schicksal'Situationen, ja zuletzt nur einzelne Momente aus dem Leben des Individuumsernst oder scherzend schildern, und durch ihren Ton mehr oder weniger in die lyristmPoesie (s. Lyrik) übergehen. Die allgemeinen Eigenschaften der epischen Poes-lassen sich aus der obigen Bestimmung ableiten. Was aber als Charakter des ep''scheu Gedichts gewöhnlich angeführt wird, kommt den einzelnen epischen Gedichtsnur in dem Maße zu, als sich dieselben durch Umfang und Inhalt dem vielumfaM-den Ep o s (s. d.) oder dem sogenannten Heldengedichte nähern, überhaupt beru-hen die größtenVerwirrungen und Willkürlichkeiten der ästhetischen Theorien darausdaß man die Gattung (episches Gedicht, epische Poesie) und ihre Eigenthümlich^ten mit der Art, besonders dem Epos im höchsten Sinne, und hier wieder die ver-schiedenen Arten desselben, z. B. das antike und romantische, immer zu verwechft'"pflegt, sonst würde man z.B. nicht Göthe's „Hermann und Dorothea " ein Epo*nennen können. l-
Episcopalsysiem in der katholischen Kirche , s.Katholicismus-Episode (Epeisodion) bezeichnet bei Aristoteles einmal alle diejenigenTheile eines Drama, welche zwischen ganzen Chorgesängen befindlich sind; da"aber auch eine Nebenhandlung, die der Dichter derHaupthandlung angeknüpft HAund die nicht wesentlich zu ihr gehört. Die neuern Kunstrichter haben die technflABedeutung dieses Worts auf die letztere allein eingeschränkt. Bei wahrhaftDichtern sind die Episoden kein bloßes Flick-oder Füllwerk, nicht unnöthigc, st.,erweiternde Anhängsel, sondern geben Aufschluß über die Sache selbst, zeigentige Folgen der Handlung oder entwickeln verborgene Ursachen., Von dieser - .ist z. B. die Erzählung von Her Eroberung Troja's in Virgil'g „Äneis ". Diese Meine Ursache, warum der Held des Gedichts sein Vaterland verlassen und auf d-Meere umherirren mußte; der Dichter aber fängt nicht damit an, weil er die Ha'lung, um sie anschaulicher und lebhafter zu machen, in einen kürzern Zeitraum zusa»mendrängen will; .sondern schiebt sie im Laufe seiner Erzählung ein, aber so gesch'Adaß wir sie eben in dieser Stelle selbst erwarten, und daß sie hier nicht bloß über ,Vergangene Aufschluß gibt, sondern auch das Zukünftige, Dido's Liebe, vorbetet. Auf diese Weise wird die Episode ein wesentlicher Theil des Ganzen, st"es sein muß, wenn die Anfoderung der Einheit an ein Gedicht keine leere GruftMit dem Märchen im „Oberen" hat es gleiche Bewandtniß; es scheint Mst"erklärt uns aber den Grund von Oberon's wunderbarer Theilnahme an Hst°Schicksal. In der epischen Dichtungsart hat begreiflich die Episode bei lve> ^größern Spielraum und häufigere Anwendung als in der dramatischen, wo^pAlles auf eine gegenwärtige Handlung zusammendrängt. (S. Erzählung ^Epos.) Man hat diesen Ausdruck auch auf die Malerei übertragen, und n^so eine Nebenpartie, besonders des historischen Gemäldes; im gemeinen-- ^sogar jede Abschweifung von dem Hauptgegenstande im Denken und SprEAEpisodisch daher, abschweifend.