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ser des Aufsatzes über „E.B.B. auf Staatskosten" iu der deutsche "Vierteljahrsschrist äußert: „Was die Geschwindigkeit betrifft, so istwohl nicht so viel daran gelegen, daß Geschäftsreisende* mit dekGeschwindigkeit der E.B.B. befördert werden, wohin ihre Geschäftesie rufen. Diejenigen Geschäfte aber, die sich nur persönlich abnia-chen lassen, haben gewöhnlich keine solche Eile, daß nicht die bereitsbestehenden Einrichtungen den hinreichenden Grad von Schnelligkeitgewährten. Die durch die Geschwindigkeit bewirkte Zeitersparnißkommt, ebenfalls bei wenigen Personen in Betracht, und die Personen,deren Zeit so kostbar ist, daß die Differenz der E.B.- und der Eil-Wagengeschwindigkeit für sie großen Werth hat, sind in den meistenOrten unschwer zu zählen." Mit dieser Ansicht dürften wenigeGeschäftsleute übereinstimmen. Hat auch das Geschäft an sich keineEile, so hat der Geschäftsmann Eile, dem es durchaus nicht gleich-gültig ist, ob er von Acker, Werkstätte, Fabrik, Comptoir :c. einenoder zwei, zwei oder sechs Tage abwesend ist, und der sich die ganzeZeit, während welcher er unthätig aus der Straße liegt, als Verlustan Arbeit und Kapital berechnet: ein Verlust, der nicht nur denProduzenten trifft, sondern in der Unkostenrechmmg dem Konsumen-ten belastet wird, und, genau genommen, den ganzen Nationalertragberührt. Man denke sich, daß die Bevölkerung eines Landes beigegenwärtigem Transportsystem jährlich zusammen 3 Millionen Tageauf der Straße zubringe, daß aber E.B.B. diese 3 Millionen auf1 Million reduziren, so sind zwei Millionen Arbeitstage oder dieJahresarbeit von 6666 Individuen, mithin eine entsprechende Quan-tität von Produkten gewonnen. — Reisen sind ganz den Feiertagengleich zu achten: sie verkürzen die Produktion und belasten dieKonsumtion. Bis Ganganelli hatten die Evangelischen 60, die Ka-tholiken 170 Feiertage; die katholischen Arbeiter prodnzirten also einDrittheil weniger und mußten für jedes Tagwerk ein Drittheil anLohn mehr bekommen, den der Konsument zu bezahlen hatte, odersich an Nahrung abbrechen. Man lächelt über solche Deduktionen,und stimmt doch ohne Zweifel in das Urtheil mit ein: daß, nebstanderen Hemmungen, der spanischen, portugiesischen und italienischenIndustrie die vielen Feiertage im Wege stehen. 160 Feiertage ge-ben 5 Monate Vakanz. Ob ein Volk einen solchen Ausfall nichtverspüren sollte! Ersparniß an Reisezeit ist vollkommen einer Reduk-tion der Feiertage gleich zu achten. Die Differenz der Zeit, in wel-cher die Reise gegen früher bestricken wird, ist gleich einer gewissenQuantität Arbeit und einer entsprechenden Quantität von Produk-ten. ** Wenn 1736 der Postwagen von London nach Edinburg '
* Hierunter kann doch Wohl nicht die unbedeutende Zahl von Oominis vo^nxeursgemeint seyn?
— Dw Sache kann noch handgreiflicher gemacht werden. Man denke sich — essieht durchaus nichts im Wege — eine Bevölkerung, die sich nur mit Frachtfuh-ren abgibt. Diese Leute sind allerdings in dem Sinne produktiv, als Güter