Buch 
Die Bedeutung der Eisenbahnen für den deutschen Zollverein mit besonderer Rücksicht auf Württemberg / von J. Mährlen
Entstehung
Seite
18
JPEG-Download
 

18

daß die Sicherheit kaufmännischer Unternehmungen und Forderungenauch von dem Rechtsschutz, den ein Land dem Fremden gewährt, ab-"hängt; allein ich stehe nicht an zu behaupten, daß der Kaufmannsogar den aus diesem Umstände entspringenden Gefahren sich aus-setzt, wenn er nur Hoffnung hat, deren Wirkungen durch ein Mittelzu paralysiren, welches ihm seine Kunden näher rückt; ich behaupteferner, daß jene aus den rechtlichen Verhältnissen eines Landes mög-licherweise entspringenden Gefahren in dem Maß verschwinden, inwelchem Eisenbahnen den Verkehr der verschiedenen Länder, also denKredit erweitert, befestigt und mannigfach verschlungen haben.

In anderer Beziehung wirken E.B.B. auf die Ausdehnung desGeschäftskreises der Kaufleute und Fabrikanten dadurch ein, daß dieentferntesten Kapitalisten und Geschäftsleute zu gemeinschaftlichen Un-ternehmungen sich leichter verbinden, Differenzen persönlich schlichtenund die ihnen so nöthige Kenntniß von Personen, Sachen und Ver-hältnissen durch eigene Anschauung erweitern und berichtigen können

lauter Dinge, die man nur da mißkennen mag, wo ihre Wir-kungen noch fremd sind, die aber nicht hoch genug angeschlagen wer-den können, da sie einerseits die Industrie beleben helfen, andrerseitsdem Privat- und Nationalvermögen manche Verluste ersparen, die ausungeschickten und unsicheren Geschäftsverbindungen, Spekulationen undBerichten, mit Einem Worte anS unfruchtbarer Zerstreuung der Ka-pitale entspringen. Ueberhaupt, was mansich nach einem Anlage-platz seines Kapitals umsehen, Gelegenheit zur Etablirung, Unterkunftsuchen rc." heißt alles dieß wird durch E.B.B. erleichtert. Wennein Schweizer Fabrikant in Würtcmberg eine Fabrik etablirt unddiese von St. Gallen aus leitet, was anders konnte diesen Entschlußerleichtern, vielleicht hervorrufen, als der Vortheil, mittelst des Dampf-boots in wenigen Stunden in seinem Etablissement stehen zu können?

Mit Recht hat man es als eine Wirkung der E.B.B. gerühmt,daß Kapitalisten und Geschäftsleute der entferntesten Städte einandernahe gerückt, gemeinschaftliche Berathungen erleichtert und industrielleAssociationen befördert werden.

In bei weitem größerem Umfang verbreiten aber E.B.B. ihre Wohl-thaten, wenn wir sie zu den zahlreichen Individuen des eigentlichenGewerbestaudes uns in Beziehung denken. Hat zumal bei demgegenwärtigen Stande deS Gewcrbswesens und GewcrbSbctrieböirgend ein Individuum der Gesellschaft nöthig, sich in der Welt um-zusehen, so ist es der Handwerker, der technische Künstler jeder Art.

Nun hat allerdings das frühere Wandern der Gesellen durch diein neuester Zeit errichteten Gewerbe- lind polytechnischen Schulen einegewisse Modifikation erfahren; allein man würde sich eine ganz fal-sche Vorstellung von der Bestimmung dieser Lehranstalten machen,wenn man meinte, sie könnten die Handwerksfertigkeiten, die Praktik leh-ren. Sie würden, wollten sie diese Richtung nehmen, ihren Zweck geradezuverfehlen, der sicher nur darin besteht: die den verschiedenen Gewerben

zu

m

ke

ri

a>

V

ti!

ke

ni

G

se'

ur

zu

B

ar

vi

he

8l

fri

zu

lic

Ue

in

u,

B

he

du

Wi

tio

lie

Di

Ich

bei

P

vo

au

u»

zu