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Grundlage gewonnen, welche mit den geistigsten Bestrebungen Handin Hand geht, nämlich mit den Wissenschaften, welche die Herrschaftdes Geistes auf dem Schauplatz der Natur mehr und mehr befesti-gen, während sie zugleich in die nächtlichen Gebiete des Vorurthcilsund des blinden Annehmens die Fackel der Erfahrung und der Ver-nunft tragen. Je mehr aber die Naturkräfte zu Dienern und Pro-duzenten menschlicher Genußmittel gezwungen werden, je mehr diematerielle Güterproduktion durch künstliche Hülfsmittel erleichtert undergiebiger gemacht wird, desto mehr Raum entsteht für die Pflegegeistiger Interessen, welche ebendeßhalb nie so allgemein und umfas-send gewesen ist, als in unseren Tagen. Das industriöse Englandliefert den Beweis, daß neben dem regsten Industrie- und Handels-geist die Religion bestehen kann. Die Mildthätigkeit — der schroffsteGegensatz des Egoismus — blüht nirgends so schön "und allgemeinals dort. Auch an sogenannter Kirchlichkeit steht England hinter kei-nem Volk der Erde zurück: ein Beleg die ervrbitantcn Einkünfte deranglikanischen Geistlichkeit. — Ueberhaupt verstehe ich nicht recht, waSdie Furcht vor dem heutigen Versinken und Untergehen in materiellenInteressen eigentlich besagen will. Ich kenne nur eine Zeit (eine sehrlange, man nennt sie gern eine kirchliche), wo Adel und Geistlichkeitin die Reichthümer der Nationen sich theilten; ich kenne eine andere(von kürzerer Dauer), wo theils die Städte, theils die RegierungenErnte hielten; ich sehe die jetzige, wo Genüsse, welche früher Privi-legium gewisser Stände waren, Gemeingut geworden sind, und wonamentlich Jeder die Früchte seiner Arbeit genießen will. Was frü-her den Rittern, den Priestern, den Städtern, den Regierenden süßschmeckte, sollte das auf einmal bitter geworden seyn, weil das Volkes genießen will? Die ganze Veränderung besteht darin, daß derNationalertrag nicht mehr die gute Beute gewisser Kasten ist, wiefrüher, sondern daß er sich gleichförmiger und gerechter an seine Er-zeuger vertheilt. Dieß ist ein Fortschritt der Zeit, und es zeugt nachmeinem Gefühl immer von Beschränktheit oder aristokratischer Härte,dem Volke über Bestrebungen Vorwürfe zn machen, welche im Grundenur sein humanes Daseyn befördern können. Zum Glück lassen sichweder die deutschen Regierungen, noch das deutsche Publikum durchjene Einreden irre machen.
Ich komme 2) aus den Waarentranöport durch E.B.B.zu sprechen.
Es eristirt in einigen Köpfen die Vorstellung, daß E.B.B. nurfür Personen-, nicht ebenso für Waarentranöport taugen. Die Er-fahrung widerspricht. Die Liverpool-Manchester-Bahn wurdeursprünglich für den Zweck des Waarentransports erbaut. DieUnternehmer bezweckten einen bedeutenden Theil des der E.B. kolla-teralen Brivgewater-Kanals theils durch billigere Frachten, theilsdurch schnellern Transport an sich zu ziehen, während der Personen-transport nur als eine Zugabe angesehen wurde, die mitzunehmen