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fenen Monat Oktober mit einer Gesammt-Einnahme von 109000 st-C. M. darthutt Die nunmehr beschlossene Herabsetzung des Waaren-tarifs wird diese Einnahme noch vergrößern, und eS dürfte bei die-sen äußerst mäßigen Frachtpreisen kaum eine Konkurrenz auf derAchse in dieser Richtung für die Zukunft mehr bestehen können."
Ich verzichte darauf, weitcreThatsachen für die Tauglichkeit derE.B.B. zum Waarentransport anzuführen, da sie eigentlich schonim Begriff dieser Transportanstalt liegt. Nächst den Schiffen gibteS nämlich kein Transportmittel, welches im Stande wäre, so großeLasten zu gleicher Zeit fortzubewegen als eine Reihe von Waggons,von einer Lokomotive gezogen, zu transportiren vermag. BeiderleiFuhrwerke verdanken diese Tauglichkeit zu einer gleichzeitigen großenLastfortschaffuug Einem Umstände: der Konstruktion der Wagen undder Bewegungsbasis, welche dort das leichtzertheilbare Element desWassers, hier die schmale Reibungsfläche eiserner Schienen ist. Drehtesich ja von jeher das Problem jeder Verbesserung im Schiff- undStraßenbau darum, die Reibung der Transportmaschinen auf ihrerUnterlage möglichst zu verringern und Fuhrwerke anzuwenden, welche ^die größt mögliche Quantität von Gütern zu fassen vermöchten. *
Die unmittelbare Folge dieser Tauglichkeit zu großer gleichzeiti-ger Lastfortschaffuug ist Ersparniß an Material und Zugthieren.Ich finde eine Berechnung, daß sich mit tausend Dampfwagcn dergesammte englische Landtransport abmachen und so viel an Pferdenund Menschen ersparen ließe, als die brittische Regierung in zweiJahren nicht einnimmt. Wie dem seyn möge, so bewirkt jedenfallsjede Verbesserung an Straße und Fuhrwerk eine Ersparniß an be- !wegender Kraft. Die Verwandlung des rohen Naturbodens in einefahrbare Straße reduzirt das Kapital der bisher nöthigen Lastthiereauf den vierten Theil der Zugthiere. Die fortschreitende Verbesserungeiner Landstraße in Beziehung auf Steigungen und Ebenheit der !Bahnfläche kaun die Zahl der Zugthiere auf zwei Drittheile und ^weniger reduziren. Bekanntlich hat vor mehreren Jahren ein Co-mittsbericht im englischen Nnterhanse die Nachweisung versucht, daßdurch anderweitigen Ersatz für die Anwendung von Pferden bei ,öffentlichen Fuhrwerken und dem gewöhnlichen Gütertransport fürEngland eine Million Pferde entbehrt und für 8 Millionen Men-schen (?) Nahrungsmittel gewonnen werden könnten. Das Ueber-triebene dieser Berechnung leuchtet ein; sollte aber darum die Sacheganz grundlos seyn?
Nach übereinstimmender Erfahrung setzen E.B.B. den Waaren-frachtsatz auf die Hälfte, ja ums vier- und sechsfache herab. Die un-mittelbare ökonomische Wirkung ist Erweiterung der Konsumtion:denn wie der Mensch einmal beschaffen ist, so ist er geneigter, die
* Dieß spricht den Versuchen, Dampfwagen für gewöhnliche Chausseen anwendbarzu machen, das Urtheil, wenn auch die Kostspieligkeit und Gefährlichkeit auf dengewöhnlichen Verkehrsstraßen dieselbe gestattete.