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ren habe es ja keine Eile." Allerdings bat es mit vielen Waarenkeine so große Eile, aber man läßt sich die Eile gefallen, wenn sieden Frachtsatz erniedrigt. Auch haben die Waarenverkäuser EileEs scheint dem Verfasser zu entgehen, daß die Zahl der Individuen,welche ihre Produkte selbst auskneten, eine sehr große ist.
Wie wichtig die Geschwindigkeit und Wohlfeilheit des E.B.trans-Ports auch für Waaren ist, geht daraus hervor, daß die entferntestenErzeugungsorte mit einander in Konkurrenz treten können. Ein Un-ternehmer, welcher bisher den nächsten, —5 Stunden entfernten Marktaufsuchte, erweitert denselben auf 20—30 Stunden und darüber; dieStadt, welche bisher aus der unmittelbaren Nähe ihren Bedarf be-zog, sieht ihre Bezugsorte ums 10- und LOfache vermehrt.
Viele Produkte, namentlich Lebensmittel, unterliegen selbst beiguten Chausseen oft in geringer Entferiumg mehr oder weniger be-deutenden Preisunterschieden. E.B.B. ziehen die Entfernungen zusam-men und erlauben auch noch bei Preisdifferenzen zu konknniren,welche unter den bisherigen Verhältnissen niemals eine Mitbewcrbunggestattet hätten.
„Für Spekulanten aus Preiskurse," sagt der genannte Vers,„baut man keine E.B.B." — Sind darunter Papierspekulanten ver-standen, so hat der Verfasser allerdings Recht. Allein was in allerWelt ist denn die Seele jedes Handels, des Handels mit Krautund Rüben so gut, wie desjenigen mit Kaffee und Zucker --worauf beruht er anders als in einer Spekulation auf Preisunter-schiede? Ich will den Beweis eine Note * ausfechten lassen — ge-nug, aus der durch E.B.B. bewirkten Geschwindigkeit und Wohlfeil-heit des Waarentransports entspringen nachstehende wichtige Folgen.
Auf Geschwindigkeit des Transports kommt es bei allen den
" Allerdings ist ein Unterschied unter den Preisspekulationen. Entweder sucht manvon dem Wechsel des Preises ohne Rücksicht auf Waare und Publikum Bortheilzu ziehen und wohl gar künstliche Preisänderuugen hervorzurufen; oder stehtman die Preise als bloße Barometer des Ueberfiuffes und Mangels an Gütern,der höheren oder geringeren Kosten ihrer Erzeugung an und nimmt darnachseine Maßregeln hinsichtlich des Einkaufs und des Angebots. Auf die erste Artbenutzt der Börsenspekulant die Preisdifferenzen : das Objekt ist ihm gleichgültig,es können auch Tulpenzwiebel seyn; er will dem Publikum keine Gebrauchs-werthe liefern, sondern einzig aus der Differenz, aus dem glücklichen Errathender Konjunktur Vortheil ziehen. Auf die zweite Art benuzt dagegen der Kauf-mann eine Preisdifferenz, wenn er Getreide von Dauzig nach London führt oderwenn er in sehr wohlfeilen Jahren Einkäufe macht und die Waare auf Zeitenund für Orte des Bedürfnisses aufspart. Jener Handel ist nationalökonomischunproduktiv, ein leerer Windhandel; dieser produktiv, denn er bewirkt einenUmsatz von überstießenden und daher wohlfeilen Gütern zweier Orte oder spartfür den Augenblick überflüssige Güter für Zeiten der Noth auf, und erhöht da-durch den Werth der Güter für die Käufer zu ihrem Vortheil. — Wenn der Land wirth sein Getreide, Vieh, Gemüse rc. verkaufen will, erkundigt er sich nach denPreisen, die seine Waare auf verschiedenen Märkten hat, und wählt denjenigen,auf dem er seine Produkte am besten absetzt. Er spekulirt also auf Preisunter-schiede und nüzt durch diese Spekulation offenbar dem Käufer, da dieser die' Waare noch theurer.bezahlen müßte, wenn der Landwirth nicht erschiene.