welche mehr auf das Gros und Ganze der Wirthschaft influeuzircn,ihre Wirkungen auf entfernten Punkten nur mittelbar kund thun,au ihrem Zuge dagegen die großen Interessen konzentriren. Wie nundie produktiven Jndustriemittel die Produktion, so ccntralisiren E.B.B.den Verkehr. Dieser Punkt verdient alle Beachtung, da er, lokaleund individuelle Interessen und Empfindlichkeiten berührend, welchebei Entscheidung über das Für oder Wider so gerne die Ansicht be-stimmen, von den Gegnern häufig als Waffe b'enüzt wird. Ich willgleich einige Einwendungen vorbringen:
Gemeinschädliche Centralisation ist der Grundgedanke, wenn eSin dem öfters-genanmen Aufsätze heißt: „durch E.B.B. werden dieReisenden eigentlich nur den größeren Städten zugeführt, und sokommen E.B.B., sofern sie zu Luftreifen dienen, eigentlich nur denGastwirthen und dem gewerbetreibenden Publikum jener Städte zu gut;weniger bedeutende Orte dagegen, die gegen die großen Städte ohncdicßschon im Nachtheil sind, verlieren dabei." — Es kann nicht geleugnetwerden, daß E.B.B. Menschen und Güter anziehen und daß der großeVerkehr, die große Konsumtion, Kapitale und Bevölkerung an E.B.B.und in den Städten, welche deren VerbindnngSknoten bilden, sich kon-zentriren. Man muß die Sache selbst mit angesehen haben, um sichvon der Attraktionskraft der Bahnhöfe einen Begriff zu machen. Esist nicht minder wahr, daß es zu den Eigenthümlichkeiten der E.B.B.gehört, große Städte mit einander zu verbinden. ES liegt ferner inder Natur der Sache, daß E.B.reisende keine Zeit haben, unterwegsviel zu verzehren. ES kann endlich nicht geläugnet werden, daßOrte, welche bisher die Vortheile einer Hauptroute genoßen, in ihremNahrungsstand beträchtlich affizirt werden, wenn sie durch eine E.B.umgangen sind.
Aber man sage sich, ob die Einführung der Heerstraßen undder Eilwagen nicht ganz dieselbe Wirkung gehabt habe? Ich frage,ob Lustreisende, wenn sie einmal von romantischen Gegenden abstra-hirt haben, nicht ohnedieß nur den großen Städten zueilen, um ihrGeld darin sitzen zu lassen? Ich frage, ob die große Bewegung vonMenschen und Waaren, welche zu den C.B.Höfcn herandrängt, nicht zuvorauch auf den gewöhnlichen Landstraßen stattgehabt haben muß, welchenun sämmtlich ein Bestreben annehmen, sich lothrecht in die Bahn-linien einzusenken? Ich frage, ob manche der nährenden Beschäftigun-gen, welche die E.B. auf ihrem Zuge auS dem Feld geschlagen hat,sich nicht auf den Seitenrouten einstellen, aus welchen Reisende undWaaren zur Bahn gelangen? Ich frage, ob eine im Interesse deSganzen StaateS zu errichtende Anstalt von dem Interesse einer ein-zelnen Gegend und einzelner Städte abhängig gemacht werden könne?
Große Städte haben auch ohne E.B.B. den Vorzug vor denkleinen, daß sie Personen und Geschäfte anlocken und länger festhal-ten. Das ist nun einmal ihr Privilegium, welches nicht erst durchE.B.B. enthüllt wird. Hat dasselbe schlimme Wirkungen, so hat es