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diese äuch ohne E.B.B., und steigern EBB. jenes Privilegium, sobenehmen sie ihm auch wieder einen Theil der Schädlichkeit dadurch,daß sie einen weit größeren Flächenraum als bisher in den Standsetzen, an dem Privilegium der Großstadt durch einen vorthcilhaftenVerkehr und Absatz in dieselbe Theil zu nehmen.
Der große Verkehr aber, welcher sich an den E.B.B. überhauptkonzentrirt, erscheint wohl nur darum so unverhältnißmäßig und un-natürlich , weil er auf Einer Linie und in ein paar Wagen sich zusam-mendrängt; allein man irrt sehr, wenn man meint, die E.B. affizireNur diejenige Bevölkerung, welche unmittelbar an ihrem Zuge lebt.Es ist vielmehr Thatsache, daß eine E.B. einen großen Flächenraumzu beiden Seiten der Bahnlinie unmittelbar erschüttert und anzieht,Und daß der Anstoß mittelbar und in verjüngtem Maßstabe noch wei-ter sich fortpflanzt. Nicht nur in direkter Bahnrichtung, auch zurSeite entsteht neues Leben, neue Bewegung, die nur darum so un-bedeutend erscheint, weil sie, auf einem großen Raume zerstreut, mitder Frequenz der Bahn in einen so grellen und augenblicklichen Kon-trast tritt. E.B.B. sind Kanälen zu vergleichen, welche ihr Wasseraus einer Menge von Seitenkanälen mit erhalten und in dieselbenWieder abgeben.
E.B.B. ziehen auch Kapitale an, zumal wenn sich in ihrer NäheWohlfeile Wasserkräfte, Haupt- und Hülfsstoffe der Produktion vor-sinden. Auch hierin geschieht nichts Neues, denn es wird kaum eineChaussee geben, die zur Zeit ihrer Errichtung nickt neue Etabliffe-Mens veranlaßt hätte. Da im geselligen Verkehr jedes Produkt fürAndere erzeugt wird, also transportirt werden muß, so wirken Ver-vollkommnungen von Straßen als ein Reiz, gewerbliche Unterneh-mungen daneben zu errichten.
Die kleineren Städte, welche durch E.B.B. affizirt werden, sindentweder solche, die an der Bahn verbleiben und Stationen bilden,oder die, durch die Bahn beseitigt, ihren bisherigen Verkehr einbüßen.
Was die ersteren betrifft, so verlieren sie freilich die meisten in derBahndirektion ihnen früher zu Tisch oder Bett zugekommenen Gäste undtreten diesen Gewinn an die großen Städte ab; allein dafür nehmensie die vermehrte Zahl der Reisenden von den einmündenden Seiten-straßen auf, während sich zugleich von der alten Direktion her die-jenigen Reisenden mehren, welche Geschäfte halber oder sonst ausGründen zu Besuch kommen.
Anders verhält es sich mit denjenigen Städten und Städtchen,Welche bisher an einer Hauptroute lagen, den großen Verkehr, auf-nahmen und nun durch die E.B. umgangen, beseitigt und gleichsamtrocken gelegt sind. Diese Orte sind gewiß zu bedauern; allein eSbegegnet ihnen ein Unglück, welches durch die Anlage neuer Straßen-Süge häufig genug und gerade da am häufigsten veranlaßt wird, woein reges Streben nach Fortschritten aller Art die allgemeinen Inter-essen mit denen der Einzelnen in Kollision sezt. Der Grundsatz, daß