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fürs Publikum ins Auge. Iu jenem Falle b.erechuet er die Renichbilität ganz nach Art des Privatunternehmers; im zweiten sieht er amden Nutzen für das Publikum und läßt sich bei Bestimmung dttBauwürdigkeit einer Straßenanlage durch höhere und allgemeinereGesichtspunkte leiten.
Der ökonomische Effekt wird, wenn es sich z. B. um Vervoll-kommnung eines Straßenzugs handelt, auf die Weise ermittelt, dassman die Kosten, welche der Gütertransport, die Zehrung und derZeitverlust der Reisenden auf einer gewissen Straßenstrecke verur-sachte, sn einer Geldsumme ausdrückt und dieselbe Berechnung r"Beziehung auf die nämliche durch irgend welche Maßregeln vervoll-kommnete Bahn wiederholt. In demselben Grade, in welchem dirBahn sich vervollkommnet hat, wird die Summe der Reise- undTransportkosten sich verringern, und eben diese Verringerung bildetden Nutzen, den das Publikum von der betreffenden Vervollkommnunghat; der ökonomische Effekt aber ist der Mehrbetrag ^dieses Nutzensüber die Kosten, welche die Vervollkommnung der Staatskasse verur-sacht hat. Zum Beispiel: der Gütertransport auf einer gewisse,"Route betrage jährlich 100000 Ctr., der Centner Fracht 1 fl., eckstdie Summe der Transportkosten 100000 fl. Die bezweckte Verbesse-rung der Bahn bestehe darin, daß man an den schlimmsten Stelleneine Steinbahn herrichte, die weniger schlimmen nur ebne u. s. w-',der Aufwand belaufe sich auf 200000 fl.; die jährlichen Kosten(8000 fl. Zinsen, 8000 fl. Unterhaltung) auf 16000 fl.; der Erfolgsey, daß die Transportkosten auf 36 kr. per Centner sinken, eckstnur noch 60000 fl., mithin 40000 fl. weniger als bisher betragen-Den jährlichen Aufwand von der Frachtersparniß subtrahirt, bleibtals reiner (Überschuß oder unmittelbarer.ökonomischer Effekt 24000 fl-,in welche die Produzenten und die Konsumenten der transportirtenWaaren sich theilen. In diese Berechnung wird natürlich auch derPersonenverkehr beigezogen.
Nun liege aber ein anderer Plan vor, die genannte Straßedadurch zu vervollkommnen, daß man sie in eine vollständige Stein- ^bahn verwandle: ein Unternehmen, das 800000 fl. koste und jährlich .40000 fl. an Zinsen, 20000 fl. durch Unterbaltung (zus. 60000 fl.)verzehre; die Fracht erniedrige sich auf 24 kr. per Centner, dadurchder Gütertransport auf 40000 fl., die Ersparniß (60000 fl.) betragealso eben so viel als der jährliche Aufwand. — Ich glaube, daß inden meisten civilisirten Staaten große Straßentrakte gebaut sind, beiwelchen das Verhältniß zwischen den Kosten und dem unmittelbarenökonomischen Effekt ein weit ungünstigeres ist. Ich mache mich an-heischig, in Deutschland Dutzende von Straßen aufzufinden, bei derenAnlegung die Regierungen mehr die Erleichterung des Verkehrs unAllgemeinen, mehr einen künftigen Verkehr, als die Masse des gegen-wärtigen im Auge hatten. Die Staatskassen verwenden jährlichgroße Summen auf Kommunikationsmittel, die weder Zinsen noch