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Die Bedeutung der Eisenbahnen für den deutschen Zollverein mit besonderer Rücksicht auf Württemberg / von J. Mährlen
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England. Ich weiß so gut, wie ein Anderer, daß die industrielleGröße einer Nation nie von einem einzigen Umstände, sondern voneinem Zusammenfluß günstiger Umstände bedingt wird. In Beziehungauf England gehören hichcr: freie Verfassung, Freiheit im Gcwerb-Wesen, große eigene Erfindungen und rasche Aneignung fremder,Reichthum an inländischen Rohstoffen, Jnsellage, welche den Verkehrmit andern Ländern überaus erleichtert, Kolonien, welche den Erzeug-nissen einen großartigen Markt eröffnen, eine egoistische Handelspo-litik und endlich die Vollkommenheit seines Land- und Wassertrans-portsystems. Wenn ich nun aber sehe und mit Händen greife, daßes durch dieses letztere allein möglich wurde, die Hülfsguellen desLandes im höchsten Umfange zu nutzen und so dem auswärtigen Ver-kehr reiche Tauschwerthe zu übertragen; sehe, daß nur jene Trans-portvervollkommnung es möglich machte, alle Faktoren der nationalenOckonomie in die innigste Beziehung zu einander zu setzen, das ganzeTriebwerk derselben organisch zu ordnen und die Industrie durchwohlfeilen Bezug der Roh- und Hülfsstoffmassen, so wie durch wohl-feilen Transport der Fabrikate, durch schnellen Umschlag und erleich-terte Konsumtion in den Stand zu setzen, die Produktivität der Ma-schinen gehörig zu nutzen: so weiß ich nicht, was mit der Behaup-tung gewagt seyn sollte: daß zu der seit 80 Jahren stattgefundcneuErhöhung des Nationalkapitals und Nationaleinkommens * die Ver-kehrsmittel Englands wesentlich mitgewirkt haben; so weiß ich nicht,ob die Hoffnung zu keck seyn sollte, daß Deutschland nunmehrim Besitz eines erweiterten freien Binnenmarktes, im Besitz politischerund gewerblicher Freiheit, reich an Kräften und Gaben der Natur,an Fleiß, Ausdauer und Geschicklichkeit seiner Bewohner und mittenim Aufschwung seiner industriellen Bestrebungen begriffen daßauch Deutschland seinem Nationalkapital neue Wcrthznsätze verleihenwerde, wenn eS durch Einführung eines nationalen Transportsystemsseine einzelnen Glieder ebenso zu einem nationalökonomischen Ganzen,zusammenbindet und in Wechselwirkung setzt, wie dieß in Reichen derFall ist, welche seit Jahrhunderten ein politisches Ganzes bilden. ** '

* Da Abschätzungen des Nationalkapitals an sich kein reines Resultat liefern undvon Verschiedenen verschieden angefertigt werden, so führe ich zum Beweis mei-ner Behauptung die Einfuhr und Ausfuhr an:

Eins. Ausf. Eins. Ausf.

1697 -^ 3,482586 Pfd. 3,525906 1807 28,854658 Pfd. 34,566571

1757 9,837153 ., 12,338555 1817 33,965232 53,123202,

1767 13,097153 15,090001 1826 42,489346 >61,085448

1797 -^ 21,013956 26,315713 1833 -^ 44,586242 76,071572

Einen andern Anhaltepunkt gewähren die Zollgebühren, deren Betrag in 130Jahren um mehr als das 25fache sich vergrößerte. 1697 694892 Pfd.;

1716 1,742884 Pfd.; von 17161756 durchschnitt!. 1,600000 Pfd; von17561789 durchschn. --- 3,200000 Pfd.; von 17891802 5 Mill.; von18021822 durchschn. ---10 Will.; von 18221830 15 Mill.; 1830 ---21,084525 Pft. Sterl.

" Keinem, der die Phasen der öffentlichen Meinung in Deutschland seit 10 und 20,Jahren aufmerksam verfolgt hat, kann es entgangen seyn, daß die Stimmen und