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wickeln angefangen haben. Als weitere Folgen aus der durchE.B.B. ermöglichten Vereinigung der produktiven Kräfte, verbünde»mit einer der industriellen Entwicklung der Nation entsprechendenSchutzpolitik, führt der Verfasser insbesondere eine Vermehrung derindustriellen Bevölkerung auf, ein angemesseneres Verhältniß derackerbauenden und fabrizirenden Bevölkerung, Unabhängigkeit desdeutschen Konsumos an Manusakturwaaren von auswärtiger Indu-strie, endlich direkten Bezug des Bedarfs an Kolonialwaaren i>nAustausche gegen Manufakturwaaren. Ich kann mich begnügen, denLeser auf die Broschüre selbst zu verweisen, und mache meinerseitsnur noch auf einen Vortheil aufmerksam, welcher der deutschen In-dustrie durch das Vorhandenseyn von E.B.B. in der Beziehung er-wächst, daß die deutsche Maschinenfabrikation* eine größere Ver-breitung und Ausbildung erfahren muß. Jede Bahn erfordert näm-lich zum Zweck der beständigen Reparaturen an Lokomotiven rc. eineeigene Maschincnwerkstätte, geschickte Meister und Arbeiter. Für denAnfang wird man wohl hier und dort fremde herbeiziehen müssen,allein man gibt sich, wie mir scheint, keiner allzukühnen Hoffnunghin, wenn man annimmt, daß diese Maschinenwerkstätten selbst mit derZeit tüchtige Arbeiter heranbilden und ihre technischen Geschicklichkeitenauf einen Grad vervollkommnen werden, um Deutschland hinsichtlichseines Maschinenbedarfs vom Auslande unabhängig zu machen. Jeden-falls wird eine Anzahl neuer Maschinenwerkstätten dazu beitragen, dasMaschinenwesen eifriger zu Pflegen, und dadurch der Industrie Gele-genheit geben, Fabrikationszwcige einheimisch zu machen, in welchenEngland und Frankreich noch immer durch ihre Maschinerie dasUebergewicht haben. Als einen großen Vortheil aber betrachte ichdie Zerstreuung jener Maschinenwerkstätten über alle Staaten Deutsch lands , sofern dadurch der Vortheil des Besitzes mechanischer Werk-stätten, zu großem Gewinne für die Industrie, gleichmäßig vertheilterscheint und die Nacheiferung rege erhalten wird. Zugleich erhaltendie technischen Bildungsanstalten ein Komplement, ohne das sieewig unvollständig bleiben und nie und nimmermehr das leisten wer-den, was man sich von ihnen verspricht. England besitzt nicht EineBildungsanstalt für Mechaniker und Techniker: seine Civilin-genieure bilden sich aus Büchern und in der Praxis. Der Arbeitermacht seine Schule in den Werkstätten, und wenn er lesen kann, inden Pockets und Pfennigmagazinen und den unzähligen anderen ge-meinnützigen Büchern, an welchen die gelehrtesten Männer sich nichtschämen, Mitarbeiter zu seyn. Erst vor ein paar Jahren trat derHerzog von Buccleugh mit dem Plane zu einer höher» Gewerbeschule* Die Werkstätten der Ferdinand-Nord- und der Wien -Naaber-Bahn haben bereitsmehrere Lokomotive verfertigt, und die Compagnieen dürften schwerlich mehrwelche aus England und Nordamerika beziehen, da die beständige Beschäftigungmit dieser Maschinenart den Maschinenbauer und die Arbeiter in kurzer Zeit be-fähigen wird, jeder Forderung zu genügen. So auch die Berlin -Magdebur- ,ger Bahn u. a.