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blicke, wo eine russische oder französische E.B. die deutschen Gränzentrifft; und einer Paris-Straßburgcr-Bahn wird unvcrweilt eine zusam-menhängende Schiencnkette von Wien über Linz, Augsburg, Ulm ,Rastadt entgegentreten.
Eine Verbindung des Neckars mit der Donau ist nach zweiDirektionen zu bewerkstelligen: 1) von Kannstadt nach Ulm über dieAlb, 2) von Kannstadt durchs Rems- und Brcnzthal nach Sontheim,von wo eine weitere, Fortsetzung die Donau aufwärts nach Ulm ,oder die Donau abwärts nach Donauwörth zum Anschluß aus baier-sche E.B.system geboten erschiene.
Von zwei Seiten ist bis jezt zu Gunsten einer Bahn durchsRems-Kocher-Brenzthal öffentlich das Wort ergriffen worden: in ei-ner Korrespondenz der Allgem. Zeitung vom 26., 27. und 28. Sept-1841 und in einer Petition von Seiten der Bewohner jener Thäleran die Ständekammer, abgedruckt Allg. Zeit. vom 19. und 20 Jan.und von den Ständen dahin bescheidet, daß diese rein technische Frage le-diglich dem Ermessen der königl. Regierung anheimgestellt werden müsse-
Wenden wir uns hauptsächlich zu der Petition, so kann mannicht umhin zu gestehen, daß das so entschieden und unverhüttt vor-dringende Lokalinteresse, noch mehr aber ein gewisser vornehmer undgnädiger Ton, mit welchem der Widerpart angelassen wird, einenunangenehmen Eindruck hervorbringen und den Leser von vornhereinmit einem gerechten Mißtrauen gegen die beigebrachten Gründe er-füllen, noch ehe er sich anschickt, deren Sieghaftigkeit einer genauerenPrüfung zu unterwerfen. Die unbefangensten Leute sprechen sich sodarüber aus, und wenn sie auch geneigt sind, den Eifer des Lokal-interesses durch eine in solchen Fällen immer etwas höher gesteigerteEifersucht zu entschuldigen, so scheint ihnen doch die ganze Ars, wieder Gegner behandelt wird, weder so ganz mit dem Tone freund-nachbarlicher Gesinnungen, noch mit der Billigkeit im Einklang zustehen. Was sollen denn die Ulmer dazu sagen, wenn 5 Städte,zusammen mit 19000 Einw., über eine Stadt mit 17000 Einw.also sich auslasten: „Ulm hat und wird (auch ohne eine E.B.)'be-ständig an Oberschwaben bis zum Bodensee einen Rückhalt haben,der cö, wenn es seine Kräfte und Mittel gehörig nüzt, niemalszur Bedeutungslosigkeit einer kleinen Stadt wird sinkenlassen." — Einer Stadt von anerkannter Bedeutung sollte mandenn doch nicht so gleich von Bedeutungslosigkeit vorsprechen; mansollte wenigstens eine mildere Form des Ausdrucks wählen, wennman sie mit der schmerzlichen Ueberzeugung vertraut machen will, daßsie ohne E.B. zwar Herabkommen, aber bei ihrem oberschwäbischen Rück-halte und bei kluger Benützung ihrer Mittel immer noch nicht zur Be-deutungslosigkeit einer kleinen Stadt Herabsinken werde. — „Und wennes die E.B. dennoch, obgleich aus den Thälern der Rems u. Brenz ,in seinen Manern empfinge, wenn es auf Kosten des gesamm-ten Landes noch mit einer Bahn an den Bodensee versehen würde,