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Die Bedeutung der Eisenbahnen für den deutschen Zollverein mit besonderer Rücksicht auf Württemberg / von J. Mährlen
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d. Von RavenSbürg (über Ulm) nach Mergentheim (die sogell-Schweizerroute), für die Güterzüge von der Schweiz, Italien nach Nordbaiern, Sachsen rc.

o. Von Biberach (über Ulm) nach Heilbronn (die Memming^oder Kemptener Route), für die Güterzüge von Venedig nachFrankfurt ic.

ä. Von Freudenstadt über Stuttgart und Ellwangen für die Gü-terzüge von Frankreich über Straßburg nach Nürnberg w- .^Oder fassen wir den dnrch die Postanftalt beförderten Personen-und Packettransport ins Auge, so erhalten wir folgende Routen:

a. Die Stuttgart-Heilbronner (Heidelberg-Frankfurter ) Route nachHessen, Nassau, dem Rhein, Hannover, Braunschweig, Olden-burg, Preußen, Holland, Belgien, Bremen, Hamburg , Lübeck,Dänemark, Schweden .

b. Die Stuttgart-Jllinger (Karlsruh-Straßburger) nach Frank-reich, England, Spanien, Portugal .

o. Die Stuttgart -Ulmer (Augsburg-München-Wiener) nach Oest-reich, Ungarn, Krakau, Galizien, Südrußland, Türkei .

ll. Die Stuttgart-Ellwanger (Nürnberger) nach Sachsen, Preußen ,Polen, Rußland, Böhmen rc.

e. Die' Stuttgart-Friedrichshafen (Rorschacher) in die Schweiz ,Vorarlberg, Tyrol, Italien .

t. Die Stnttgart-Tübinger-Tuttlinger (Schaffhauser) Route in dieSchweiz und nach Italien .

Ueberblicken wir alle diese Richtungen und fassen wir diejenigenStapelplätze und Verkehrspunkte ins Auge, welche, den GränzenWürttembergs zunächstliegend, den Verkehr vom Zulande aus in wei-tere Entfernungen hin vermitteln, oder von welchen aus nach Würt-temberg übergegangen oder Württemberg durchschnitten wird: so er-halten wir, nach den Himmelsgegenden geordnet, folgende: 1) imOsten Nürnberg und Augsburg; 2) im Süden Schaffhausen undBodensee; 3) im Westen Straßburg; ä) im Norden Würzburg undMannheim . Es wäre Aufgabe einer Württembergischen E.B., daßsie, um einem möglichst großartigen universellen Verkehre zu dienen,die Beziehungen dieser vier Hauptrichtungen in sich aufnehme. Al-lein es zeigt sich alsbald, daß die ganze Nordgränze ganz außer Be-tracht fallen muß, da Baden auf der Heilbronn -Hcidelberger Routenicht anschließt, die Ravensburg -Mergentheimer oder sog. Schweizer-route aber unausbleiblich durch das baierscbe E.B.system aufgelöst wird,welches nicht verfehlen kann, den Güterzug aus Italien und der Schweiz nach Nordbaieru-Sachsen an sich zu ziehen. Ferner können auf derSüdgränze Schaffhansen und Bodensee als identisch genommen wer-den; die Frcudenftadt-Nlmer und Freudenstadt-Stuttgarter Route aberwird durch eine E.B. aufgelöst, welche den Rhein und die Donau verbindet. Nunmehr schreiben sich die Punkte, welchen eine württ. E.B-entgegenzustreben hat, von selbst vor. Es ist nach Westen und Nord-