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an Natur-, Kunst- und Gewerbserzeugnissen gegen 3 Mill. Ctr.*Man irrt nun gewiß nicht, wenn man annimmt, daß diese Güter-masse auf ihrem Wege vom Inland inS Ausland und umgekehrt 10Wegstunden auf denjenigen Routen zu verweilen hat, welche künftigdurch Eisenbahnen ersezt werden sollen. Der Transport per Achse(1V» kr. per Ctr. n. Stunde) ** beläust sich mindestens auf.625000 fl.,die' E.B. dagegen transportirt die nämliche Quantität ('/r kr. perZentner und Stunde) für 250000 fl., bewirkt also eine Frachterspar-niß von 375000 fl. Wollte man die Voraussetzung bezweifeln, daßdie Gesammtmasse der Aus- und Einfuhr zehn Wegstunden aufder württembergischcn Eisenbahn sich zu bewegen haben werden sogebe ich zu bedenken, daß die Schnittwaaren (zwischen 6 u. 700000Bretter), welche Oberschwaben nach Kannstadt zur Ausfuhr bringt,zwischen 30 und 40 Stunden auf der künftigen Eisenbahnroute zie-hen; daß das Vieh, welches Württemberg nach Straßburg undMehr noch an den Rhein liefert, künftig auf mehr als 10 Wegstun-den der E.B. zufällt, und daß eine Masse der in Heilbronn undKannstadt eingeführten Artikel, bei ihrer Vertheilung im Lande um-her, auf 20—30—40 Stunden künftig per E-B. transportirt wer-den wird. — Als einen weiteren Anhaltspunkt kann man 2) die anden fünf Hauptzollämtern notirte Transportmasse benützen. Ganzabgesehen von den Erzeugnissen des Inlands kamen vom 1. Apr. 1840bis 31. März 1841 aus dem Auslande an: in Heilbronn 337170Ctr., Kannstadt 217753 Ctr., Ulm 140798, Friedrichshafen 101898,Stuttgart 68919, zusammen 866538 Ctr., davon 40 Proz. aufZucker, Kaffee, Gewürze und andere Kolonialwaaren, 25 auf Roh-stoffe zur Fabrikation, 25 auf Gewerbserzeugnisse, 10 auf Getränke.Es wird sich wohl kein Widerspruch erheben, wenn wir anneh-men, daß diese Einfuhrmasse von 866000 Centner nach ihrem Ein-tritt ins Land und auf dem' Weg ihrer weiteren Cirkulation imLande 15 Stunden lang auf der künftigen E.B. transportirt werdenwerde. Dieß beträgt auf 1 Stunde reduzirt 12,970000 Ctr., welchedie Achse für 270208 fl., die E.B. für 144333 fl. fortschafft, alsomit einer Ersparniß von 125875 fl. Allein diese Transportmassc,zusammengesezt aus minder schweren und voluminösen Artikeln, ver-schwindet gegen diejenige, mit welcher Württemberg vom Auslande
* Zn diese TranSportmässe muß nothwendig auch ein Theil des Mehr einbegriffenwerden, welches einer künftigen E.B. auf kürzere oder längere Strecken zufallenmuß. Nach mehrjährigen Durchschnitten bis 1828 betrug
Ausfuhr. Einfuhr. Ausfuhr. Einfuhr.
Ochsen. . . 15496 5652 Schafe. . . 57256 11558
Kühe . . . 5926 4803 Schweine . . 12795 58397
Rinder. - . 6161 6489 Geflügel . . 18880 11452
Kälber . . . 3124 3320
In Friedrichshasen werden jährlich 2000 Stück Rindvieh für die Nachzucht inder Schweiz eingeschifft.
" Die Gränzen der Landfracht zwischen Kannstadt und Heilbron» sind 15 n. 24 kr.