samkrit zuwende, und sich die Ueberzeugung verschaffe, daß, wieMan die Sache auch fassen mag, ob in bestimmten oder unbestimm-ten Größen, nicht unbedeutende Ersparnisse in Aussicht gestellt sind.
-1) Läßt sich mit gutem Grunde hoffen, daß in Folge einer E.B.-anstalt — außer den eigentlichen Geschäftsreisenden — auch die son-stigen Besuche fremder Gäste sich vermehren werden, vielleicht daß einTheil der Vergnügnngsreisenden, welche alljährlich am Rheine aus-und abwogen und in den Rheinstädten oft bis zum Drücken an-stauen, sich nach Württemberg wenden und von der Bahnlinie ab-seits in die Thäler unseres schönen Landes, in seine Bäder, in seineResidenz sich verlocken lassen: ein Besuch, den man dann gar wohlals ein Aequivalent für die Verluste betrachten dürfte, welche dieE.B. der unmittelbaren Wegzehrung zufügt. Sollte namentlich mit derZeit die Donandampfschiffahrt guten Fortgang gewinnen, so ist ohne-dieß ein vermehrter Durchzug von Fremden zu erwarten, worunterimmerhin einige im Lande hängen bleiben dürften, zumal wenn Stutt gart , wie zu hoffen steht, einige seiner Instituts fertig haben wird,welche die Schaulust der Fremden anzuziehen und zu fesseln im Standesind.* — Ich muß mir gefallen lassen, wenn die Gegner einerwürtb. E-B. diesen Passus aufgreifen, um über Einschleppung vonSittenverderbniß :c. gegen mich zu moralisiren; konsequenterwcise soll-ten sie dann auch unsere guten Straßen, um die Moralität deS Volksgehörig zu sichern, auf Knüppelwege reduziren. Weit patriotischer undvernünftiger aber würden sie handeln, wenn sie sich einmal die Mühenehmen wollten, ernstlich die Folgen zu überlegen, welchen die ganzeWirthschaft deS Volks und damit seine bürgerliche Moralität aus-gesezt würde, träte der Fall ein, daß das Land in seiner Trans-portvervMommnung hinter den Nachbarstaaten zurückbliebe. Nichtum, daß die Geschäftsverbindungen des Landes mit dem Auslandein einen, wie wir gesehen, durch nichts zu ersetzenden Nachtheil ge-riethen, es blieben auch diejenigen Fremden, welche der Moralitätdes Württembergers bis jetzt noch nicht geschadet, sondern im Gegen-theil mancherlei leibliche Nahrung verbreitet haben, mehr und mehr
" Stuttgart fehlte es bis jezt an Merkwürdigkeiten, welche Fremde entweder zumBesuche des Landes oder wenigstens zu längerem Aufenthalte in der Hauptstadtbestimmen konnten. — Die Ansammlung von Gemälden für das Kunstgebäudewird freilich noch lange Zeit sortgesezt werden müssen, bis sie einen die Schaulustder Fremden anlockenden Ruf sich erwirbt; dagegen bilden die bereits vorhande-nen Gipsabgüsse (Geschenke von Thorwaldsen und Dannecker) einen Moment,zumal wenn man sich entschlösse, dieser Sammlung mit planmäßiger Aus-wahl eine Vollständigkeit zu geben, wie z. B, das Mengs'sche Kabinet inDresden sie besizt: ein Umernehmen, das, verhältnißmäßig mit nicht allzu großenOpfern verknüpft, den Studie» der Kunstschule Vorschub leistete und nicht ver-fehlen könnte, sich einen Ruf in Deutschland zu verschaffen. — Einen lange nichtgenug beachteten Schatz besizt Stuttgart in seinem Naturalienkabinete, dessenMerkwürdigkeiten an Antediluviana, sowie namentlich an Bügeln und Repti-lien — sind erst die afrikanischen Geschenke vollends in Ordnung — für denKenner wie für den Laien gleich viel Anlockendes haben.