gung frei ist; in unserm Falle befinden sich die auf 2—3—4 Stun-den der Bahn zur Seite liegenden Bezirke in der physischen Noth-wendigkeit, ins Neckar - oder Filsthal einzutreten, wenn sie nach ent-fernten Orten, die dem Bahnzuge zur Seite liegen, verkehren wollen.
Der Kritiker bemerkt weiter: „Man sieht, daß der angenom-mene Maßstab jeder Genauigkeit ermangelt." Dieß ist klar. Alleindarum wird eine Berufung auf Erfahrungen, welche die E.B.B.anderer Länder konstant machen lassen, immerhin erlaubt bleiben, umso mehr, als eine konstante Erfahrung gewissermaßen als ein Natur-gesetz zu betrachten ist. Zu den konstanten E.B.-Erfahrungen gehörstaber, daß sich die Frequenz einer E.B. gegen die frühere der Land-straße zum allermindesten verdoppelt bis verdreifacht; in einzelnenFällen erreicht sie sogar das Vier- bis Achtfache. — „Zwischen denNordamerikanischen Freistaaten und Württemberg findet durchaus keineVergleichung statt. In einem Lande von so dünner Bevölkerung,daß die nächsten Nachbarn hie und da vielleicht eine Tagereise voneinander entfernt wohnen, kann man Gründe haben, sich der E.B.zu bedienen, die an einemLandc von so dichter Bevölkerung, wieWürttemberg, großentheils wegfallen." Diese Ansicht: aüs dichterBevölkerung auf geringe, aus dünner auf größere Verkchrsfreqncnz zuschließen, ist neu, und wenn dieser Schluß ein der Frequenz derWürttemberg. E.B.B. beigebrachter Stoß seyn soll, so gehört er indie Klasse von denjenigen, welche Vorschub leisten. Ob unsere dichteBevölkerung weniger Gründe habe, mit einander zu verkehren, alsdie dünne amerikanische, mag der Leser beurtheilen.
-ick. 2. erhalten wir aus Verdopplung der Zabl der Städte-bewohner 80458 -s- 80458 — 160916.
sä. 3. erhalten wir aus Verdreifachung der Durchschnittszahlder jährlichen Reisenden 31000 x 3 — 93000.
Man sieht, welche abweichende Resultate sich herausstellen undWie nöthig es ist, die unter den gemachten Erfahrungen bewährtestefestzuhalten: daß sich nämlich die jährliche Personenfrcquenz einerE.B. auf eine Summe beläuft, welche zum Mindesten der doppeltenZahl der Stationseinwohner entspricht, also bei der Albbahn auf160000. Auffallenderweise gewinnen wir dasselbe Resultat, wenn wirdie Summen der drei Methoden zusammenwerfen und den Durch-schnitt ziehen, nämlich 200000 -s- 160000-s-93000 453000:3
— 151000. Dieß ist aber eine bloße Spielerei mit Zahlen, wäh-rend die Verdopplung der Städtebcwohnerzahl auf Erfahrung beruhtund keine bloß aus der Luft gegriffene Fiktion ist. Sollte inzwischeneine Summe von 150—160000 Passagieren, welche die ganzeBahn durchlaufen, zu hoch erscheinen, so gebe ich zu bedenken,daß dieselbe theils aus dem vermehrten Verkehr zwischen den auf derBahntrace unmittelbar gelegenen Orten, theils aus dem in dieselbeeinmündenden Seltenverkehre, theils aus dem Plus, welches einigeStrecken und jene oben angedeutete zeitweise außerordentliche Frequenz