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liefert, sich zusammensezt. K. sagt (Sckwäb. Merk. 23. Dez.): „Dain her Annahme von 206000 Passagieren die ganze Länge der Bahn(30 Stunden) zum Maßstab genommen ist, in der Art, daß ange-nommen wird, 200000 Personen legen die, ganze Bahn zurück, sokommen die Passagiere, welche die Bahn nur zum Theil zurücklegen,nur für diesen Theil in Berechnung. So würden z. B. — dieEntfernung von Kannstadt nach Eßlingen zu 3 Stunden (gleich demlOten Theil der Bahn) angekommen — 10 Personen, welche nachKannstadt fahren, unter jenen 200000 Passagieren nur für EinePerson zu rechnen seyn." Dieß hat seine volle Richtigkeit -- wenndiese 10 Personen in Eßlingen bleiben upd nicht wieder nach Kann-stadt zurückkehren. Geschieht aber das leztcre, so haben sie 6 Stun-den der ganzen Bahnlänge zurückgelegt und zählen für 2, die ganzeBahn befahrende Passagiere. — K. sagt weiter: „1000 Passa-giere, welche täglich zwischen Stuttgart und Eßlingen sichbewegen würden, wären nur für 100 die ganze Bahn be-wahrende zu rechnen." Fernerhin wird behauptet: „daß das Mi-nus, welches der Verkehr auf der langen und dünn bevölkerten Alb-strecke ergebe, durch das Plus, welches sich auf der Strecke vonStuttgart nach Eßlingen ergeben dürste, nicht ausgeglichen werde."Es ist hier von einem interstationären Verkehre die Rede, von einemLokalverkehr der Städte Stuttgart , Kannstadt und Eßlingen , alsovon einer Hin- und Herfahrt. Ich denke, der Verfasser wirddiese Auffassung erlauben, weil sich anders mit der abschreckendenZahl von 1000 Passagieren zwischen Stuttgart und Eßlingen keinrechter Sinn verknüpfen läßt. Dann läßt sich aber der beabsichtigteBeweis weit verständlicher und der Wirklichkeit angemessener auch mit500 Passagieren liefern, nämlich mit 250, welche von Stuttgart nachEßlingen und zurück, und 250 anderen, welche von Eßlingen nachStuttgart und zurück reisen: verständlicher läßt er sich liefern, weildaS Publikum, das nur die Zahl liest, leicht 1000 Individuen ver-stehen könnte, während es in der That nur 500 sind; der Wirklich-keit angemessener, weil es sich au manchen Tagen ereignen mag, daß500 Stuttgarter und Eßlinger zwischen den beiden Städten hin undher reisen und so 100 Passagiere ersetzen, welche die ganze Bahndurchlaufen. Wenn an einem Tage des Volksfestes 1000 Personenin Eßlingen Morgens zur E.B. gehen und Abends zurückkehren, sosind sie für 200 zu zählen, welche von Stuttgart nach Ulm fahren.Wenn an einem schönen Sommertage Sonntags 3000 Stuttgarter nach Kannstadt gehen (wie dieß oft geschehen dürste), so legen sie 2Stunden zurück, 1 hin und 1 her; ihr Weg zählt für '/> der gan-zen Bahn; es ist, als ob 200 Personen die ganze Bahnstreckedurchlaufen hätten. Aehniiche Resultate ergeben sich in Folge des Woehen-marktverkehrs, der Märkte verschiedener Art, der Weinherbste und andererAnlässe, auch aus anderen Stationen, zeilenweise selbst anf der dürftigen