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durch einen knvllen- oder scheibenförmigen Theil, oder unmittelbar mit seiner ganzen untern Fläche dem Bo-den angeheftet.
Bemerk. Da sich unter den zahlreichen Formen des Lagersiammes, welche die übrigen Stammformenoft auf eine merkwürdige Weife gleichsam im Nachbilde darstellen, auch viele finden, die keine Aehnlichkcitmit einem eigentlichen Stamme haben, sondern nur eine gleichförmige, stäche Ausbreitung bilden, so ist fürdie Pstanzenbeschreibung der allgemeine Ausdruck Lager (Thallus Achar.) vorzuziehen.
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§. 207 .
Der Pilzstamm (Stirps fungina) ist ebenfalls aus unvollkommenem Zellgewebe zusam-mengesetzt, stets blätterlos und allein den Hautpilzen, Kernpilzen und Bauchpilzen eigen.
Man kann denselben unterscheiden als:
a. Strunk (Stlpes), wenn er verlängert und mehr einem Stengel oder Fruchtstiel ähn-lich ist: bei ^garicus muscarius, Clavaria, Sphaeria Ilypoxylon, Sph. bulbosa;
Synon.: Pes, Pediculus Mirh. — Pedicule.
b. Polster (Stroma), wenn er sehr verkürzt und dabei von der Fructificationsschichteüberdeckt ist: bei 8phaeria lragilbrmis, Sph. susca.
Synon.: Boden.
Bemerk. Manche, z. B. Fries, (Syst. mycolog.), nennen den verlängerten Pilzstamm, soweit derselbe keine Fructificationstheile trägt, Strunk (Stipes), und das obere Ende, so weit esmit diesen Theilen überdeckt ist, Polster oder Boden (Ltroma 8. Ueeeptaculuin), wie bei denunter a. genannten Sphaeria- Sfrten, bei Clavaria und Geoglossum.
* Der Pilzstamm ist häufig an seinem Grunde mit einem Geflechte aus zelligen Fäden versehen,welches zwar einer Haarwurzelbildung ähnlich sieht, aber eine andere Bedeutung hat, da gerade ausdiesem Geflechte der fruchttragende Pilz entstanden ist und nicht umgekehrt diese Fäden, nach Art derWurzelhaare, aus dem Stamme entspringen, sonder» dessen Unterlage (Ilypostroma) darstellen^daher auch nicht mit den Hastfasern des Lagerstammes (8. 206.*) zu vergleichen find.
§. 208 .
Der Faden stamm ( Stirps nematodes) wird entweder nur aus einer einzigen gestrecktenZelle, oder aus einer einfachen Reihe von Zellen, seltner aus einigen über- oder nebeneinan-der liegenden Zellenreihen gebildet, und besitzt daher die Gestalt eines gleichförmigen oder ge-gliederten, einfachen oder verzweigten Fadens.
Er kann unterschieden werden als:
a. Charenstengel (Caulis characinns) bei den Characeen, wo er stets wirtelästig istund bald nur aus einfach aneinandergereiheten Zellen, wie bei Chara flexilis, zusammen-gesetzt ist, bald aus größeren röhrenförmigen Zellen besteht, welche außen mit mehroder weniger spiralig-gewundenen engern Zellen, wie mit einer Rindenschichte umgebensind, bei Chara hispida und Ch. foetida;