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Weise, indem sie sich dehnen und nach entgegengesetzten Richtungen Verlängerungen ausschicken,in ein der Mutterpflanze ähnliches Gebilde aus (Fig. 3235, a — d. Füg. 3236, a — d.).
Zusatz 22. Bei Ilydrodiolyon entsteht die junge Pflanze schon innerhalb der alten —eingescheideter Keim (Embryon invaginatum l.yngb .), eigentlich eingescheioetes Pflänz-chen (Flantnia i'nvaginaka) (Fig. 3095, c.), — indem sich in den einzelnen, netzartig-ver-bundenen Gliedern ein feines, der Mutterpflanze ähnliches Netzwerk erzeugt, welches nach derspäter erfolgenden Ablösung des alten Gliedes aus diesem hervortritt und fortwächst: leben-dig-gebärende Glieder (Articull vivipari Ag.~).
Synoa. für das eingescheidcte Pfiänzchen: 8permatidiun> embryomorplmra TVallr.
Bemerk. 47. Davon sind die sprossenden Glieder (Ariicuü proliferi) ja unterscheiden, wo ausden stellenweise angeschwollenen Gliedern eines sonst einfache» Fadens im Acußern kleinere Faden, gleichAesten, entspringen, wie bei Conserva vesicata (Fig. 3237.), C. rivularis (Fig. 3238.), C. capillaris (Fig.3239.), was z»m Theil einer Keimung der Sporen auf der Mutterpflanze ähnlich steht, oder wo sich diedas Sporengehäuse nmstchenden, nur aus einer einzigen Zelle bestehenden, seitlichen Aestchcn von der Mut-terpstanze von selbst ablösen und durch Ansetzen neuer Glieder und fadenförmiger Verlängerungen sich zujungen Pstanzen ausbilden, wie bei Grissitlisia corallina (Fig. 3240, abc.), was eher mit einer Brutknos-pen - Bildung (§. 213. Zus. 2.) vergleichbar ist.
Zusatz 23. Bei den Algen mit abgestückeltem Lager (A. IV.) kann eigentlich von kei-ner Keimung die Rede seyn; bei diesen findet, so weit die Erfahrung reicht, nur eine Ver-mehrung durch stets wiederholte Theilung der einzelnen Stückchen statt.
Bemerk. 48. Von einer wirklichen Knospenbildung kann man bei den Algen wohl kaum sprechen.Die auS den Nerven und Rändern des Lagers bei manchen Arten hcrvorsprossenden Blättchen (vergl. Fig.3004, a ß. Fig. 3009. Fig. 3011. Fig. 3022, u. Fig. 3036.) können höchstens als knospenvertretendeBlättchen (Foliola gemmis succedanea) betrachtet werden. Etwas den verjüngenden Knospen (§. 213,Nr. 1.) ähnlicher sind die Aeste mancher sogenannten beblätterten Lager im jüngsten Zustande, j. 53. beiAmansia jungermannioides (Fig. 3012, b.) und vielleicht auch bei Sargassum -Strteit. — Die von der Mut-terpstanze sich ablösenden und zu neuen Pstanzen sich ausbildenden Acstchen der Sphacelaria cirrhosa (Fig.'3241, ab.), die vielleicht auch noch bei andern Algen vorkommen, lassen sich gleichfalls mir entfernt mit denBrutknospen (§. 213, Nr. 2.) vergleichen, da ihnen die meisten Merkmale der letzter» fehlen. — Dagegenverhalten sich die Sporen vieler Algen mit fätigem und gallertmassigem Lager schon den Brutknospen derMoose und Lebermoose viel ähnlicher.
§. 235.
XI. Hautpilze (Hymenomycetes).
An den Hautpilzen lassen sich als Haupttheile unterscheiden: A. der Strunk (Stipes);B. der Fruchtkörper (Thalamium); C. der Schleier (Velum); D. das Pilzlager (My-celiuin ).