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Zweiter Band.
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2. Frucht (Fructus ), welche den meisten Kryptogamen zukommt.

Synon.: für die Fortpflanzungsorgane: kructifloatlones, karte« lructisicationiz.

Bemerk, l. Bei denjenigen Kryptogamen, welchen eine Blüthe (im gewöhnlichen Sinne desWortes) fehlt, kann auch von keinem Blüthenstande, sondern nur von einem Fruchtftande (Dispo-sitio fructuum) die Rede seyn.

Bemerk. 2. Der Ausdruck kructikcatio, welcher von manchen Schriftstellern zur BezeichnungdeS Fruchtstandes gebraucht wird, wird dadurch zweideutig, daß andere ihn für die Fortpflanzungsor-gane selbst anwenden. Der Name Inllorescentia, den Willdenow dafür nahm, ist noch wenigerpassend, da bei dem Mangel einer deutlichen Blüthe auch von keinem Blüthenstande die Redeseyn kann.

§. 218.

Die Blüthe (F!os) (§. 60.) dieser Pflanzen ist entweder nackt (Z. 130, 3.) oder dochunvollständig (das. 2.), da höchstens eine aus fadenförmigen, haarähnlichen Theilen beste-hende Blüthendccke (Inte§umeMum florale) in manchen Fällen angenommen werden kann,die jedoch vielleicht auch nur als eine besondere Hülle (Z. 99. Zus . 1. §. 131. Nr. 39,'*)zu betrachten ist.

* Dagegen sind die einzelnen Blüthen oder die Blüthen eines ganzen Blüthenstandes zusammen in denmeisten Fällen durch Deckblätter geschützt, welche gewöhnlich in ihrer Vereinigung am Grunde des Blü-thenstandes eine gemeinschaftliche Hülle (§. 99. Zus . 1.) bilden (bei Moosen), oder nach Art derDeckschuppen mancher Kätzchen dachziegelig sich decken, oder endlich gleich den Spreublättchen eines Blüthen-kopfes oder Blüthenkörbchens zusammengedrängt sind und dann mehr oder weniger die Form einer Blätter-knospe nachahmen, da sie immer die Blüthen überragen und meist ganz verdecken. Oft sind sie auch mit ih-ren Rändern untereinander verwachsen, wodurch die Hülle einem Kelche ober Perigon ähnlich wird (bei Le-bermoosen).

Zusatz. Die Theile, welche die erwähnte problematische Blüthendccke bilden, werdenSaftfäden (Pnraphyses Willd., Fila succulenta Hedw. Paraphyses ) genannt. Siekommen nur bei den Moosen und einigen Lebermoosen vor, und sie allein können etwa alsaußerwesentliche Blüthentheile (§. 61.) angenommen werden.

§. 219.

Zu den wesentlichen Blüthentheilen (§. 62.) gehören:

1. Die Befruchtungskolben oder Antheridien (Antheridia), die befruchtenden, denStaubgefäßen der Phanerogamen entsprechenden Organe.

Synon.: Bälge, männliche Organe, Staubgefäße, Antheren, Scheinantheren,Moosantheren, Kn o spe n (Follicull Schmid .; Organa mascula ; Spermatocystidia, Stamina Hediv.;Antherae Auctor.; Gemmae Wdhlenb., Spreng., Lindenb., TVallr.; Orchia, Pollinaria Dumnrt.)

Sie bestehen:

a. aus dem Antheridienträger oder Antheridienftiel (Pedicellus antberidii), wel-