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Zweiter Band.
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* An die mauerförmigeii Sporen schließen sich die geringelten Sporen von ALtrotbelinm isabd-linum (Fig. 2973.) an, welche in ihren einzelnen Abtheilungen kugelige Bläschen enthalten und da-durch die Entstehung der mauerförmigen Bildungen zu erklären scheinen.

Bemerk. 64. Die Zahl der in einem Schlauche eingeschlossenen (einfachen oder zusammengesetz-ten) Sporen ist meist je acht (8porae octonae). Doch kommen sie auch zu weniger, z. B. zu zweie»(binae) hei Perturaria zuweilen (Fig. 2937.), zn vieren (quaternae) bei Peltigera saccata (Fig.2924, c.) und Parmelia verrucosa znm Theil (Fig. 2964, c.), oder auch zu mehreren, z. B. zuzwölf (duodenae) in einem Schlauche vor, bei Trypcthelium madreporiforme (Fig. 2972.).

Bemerk. 65. In den Fällen, wo in einem (gemeinschaftlichen) Schlauche kleinere, besondereSchläuche (Asci partiales) mit einer bestimmten Anzahl von gereihete» Bläschen erfüllt vorkommen,wie bei Pyrenastrum cinnamomcum Escfnv. (Fig. 2957, b, c.), möchten die besondern Schläuche nocham ersten dem Begriffe von Sporen kapseln Laur. (Thecae Eschw.) entsprechen, vorausgesetzt,daß jedes einzelne Bläschen in denselben eine Spore wäre. Eben so ist dieser Begriff vielleicht aufdie freien, den staubartigen Fruchtkörper bildenden, meist vier auf verschiedene Weise gelagerte und oftvon einander getrennte Sporen einschließenden Mntterzellen bei (iaiicium tigillare (Fig. 2950, d.) an-zuwenden.

Zusatz 19. Bci der Keimung treiben die Sporen der Flechten, ohne aufzuplatzen, nacheiner oder mehreren Seiten hin fadenförmige Verlängerungen aus, welche dem Boden fest an-gedrückt sind, oder auch (wenn es dessen Beschaffenheit erlaubt) in denselben eindringen. DieseFäden verzweigen sich häufig in strahligcr Ausbreitung (Fig. 2974.), laufen ineinander^ über,kleben sich oft so fest zusammen, daß sie kaum noch unterscheidbar sind, und bilden später einenHellern oder dunkleren Flecken (Fig. 2975.), welcher zuweilen auch als eine feine Staub-masse auftritt und immer den Vorkeim (Proemsiryon) darstellt, woraus das Lager und dieFrüchte sich allmählig entwickeln.

Zusatz 20. Der Vorkeim der Flechten wird Unterlager (Ilypotliallus) genannt, daer stets dem Lager untergebreitet ist. Das Unterlager ist nicht so vergänglich, wie der Vor-keim der höhcrn Kryptogamen- Familien, sondern meist dauert dasselbe die ganze Lebenszeit derFlechte aus und bildet häufig bei dem erwachsenen Lager eine anders gefärbte Einfassung(vergl. A, I. Nr. 9.).

Synon. : Bildungslager (Protothallus G. F. JV. Meyer). Flypotbema Wallr.

Er kommt vor:

3. fädig oder feinfaserig (fibrillosus), wenn man noch mehr oder weniger deutlich dieeinzelnen Zellenfäden unterscheiden kann: Parmelia liaematomma, P. poliophaea (Fig.2860, a.: der obere Rand), P. cinerea und Lccidea geogrnphica in der Fugend (Fig.2975.), Verrucaria nigrescens im jüngern Zustande (Fig. 2974.);

* Er ist dann gewöhnlich im Umfang strahlig (radiosus). Furchig - gestrahlt (snlcato-ra-diatus) wird er, wenn die Zellenfäden stärker nntercinander verschmolzen sind, wie bei Parmelia aipo-spila (Fig. 2859 a, b.: der obere Rand).