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Dritter Abschnitt. Erste Ordnung.
Die Larve ist weiß, am Kopf, Füßen und Luftlöchern rothgelb; in der Längedes Maykäfcrs, aber der Kopf ist äußerst klein.
Beschreibung des vollkommnen und unvollkommnen Insekts.
Ueber Rösels taK 2. loc. cit. wo drey Arten Metallkäfer abgebildet sind, istviel Streit und Ungewißheit gewesen. Göze z. B. in seinen Entomol. Beytragen hielt
a) die fig. G. 7. für Pcn Scar. auratus L. Allein dieser ist die Letonia fiestiva Fab. —
b) Die fig. g. u. 9. wurde für Scarab. variabilis L. ausgegeben. Allein fig. Z. ist Ce-tonia marmorata F., und fig. 9. dic "Cetonia aurata F. oder der achte Linneische Lear.aeeratus. Wobey zu merken, daß die olivenfarbige Ceton. mann. fig. Z. etwas natürli-cher und genauer seyn sollte.
Unser Käfer ist neuntehalb Linien lang und hat über und über eine grünliche, miteinem röthlichen und gelben Kupferglanz durchgossene Farbe. Doch haben die Deckendrey oder vier gelbweiße Strichelchen. Er ist an dem Unterleib und an den Schenkelnetwas haarig, und glänzt unten wie polirtes Kupfer, oder wie Messing mit spielendemGrün. Die Seiten der Brust gehen hinten in einen Zahn aus. Das Brustbein ist vor-gestreckt. Er ist nicht so lang als der Maykafer, aber breiter und hinten nicht so spitzig.
Er hat nebst seinen Familiengenosten die Eigenheit, daß er seine Flügeldecken nichtauseinander breitet, sondern damit den Leib bedeckt, wie in der Ruhe, und nur die Flü-gel unter denselben hervorstreckt.
Die anderthalb Zoll lange Larve ist weiß, Kopf und Füße rothgclb, und die cr-höheten Luftlöcher an den Einschnitten sind gleichfalls gelb. Die Kinnbacken und Fühlhör-ner sind dunkelbraun. Folgende Merkmale unterscheiden sie von der Larve des MaykaferS:Die Larven der goldncn Metallkäfer haben eine merklich hellere und weißere Farbe, eine kür-zere und breitleibigere Gestalt, einen mehr runden als zugespitzten Aster, einen viel klei-nern und dunkelbraunröthlichen Kopf, viel kürzere, zartere und nicht so kolbige Füße,auch aus der Ober- und Untersiache des Leibes mehrere Haaresten, an beyden Seiten desvordersten Absatzes hinter dem Kopf aber einen merklichen gelbrothen Flecken. Sie lebentheils in hohlen Eichen, und dürrem, faulein Holze und Gerberlohe, theils in Ameisen-haufen; indem die Ameisen keinen Naturtrieb haben, sie zu verfolgen c).
Zu ihren Nahrungsmitteln rechnete Kleemann auch (in seiner mit Noten verse-henen Ausgabe des Roselischen Werks) Salatwurzeln und zuweilen Regenwürmer. Sieverschließen sich bey ihrer Verpuppung vom May bis Julius in große ovale Erdbällen, die
von
O Hr. Oberpfarrer Christ schreibt in seinerClassifikation der Wespen, Dienen und Amei-sen : „Wenn ich den Wurm (die Larve derCetonia aurata) aus seiner Hülle nahm undauf die'Ameisenhaufen legte, so trugen ihn
die Ameisen mit aller Vorsicht unter die Erde,und swienen sehr besorgt um ihn zu seyn.Vielleicht dient etwa der Auswurf dieser Lar-ven den Ameisen zu einer besonders angeneh-men Spetse."