Band 
Erster Theil.
Seite
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Die Kleinka fer.

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per besteht aus vielen kleinen, abgebrochenen, neben und unter einander bcstndlichen, auf-getriebcnen Runzeln, und lauft spitzig zu. Sie frißt und nährt sich von der Saftrinde,und hinterläßc ein röthlichcs Wurmmchl als Unrath. Ihre Gange schlangeln sich baldauf- bald abwarcö, ohne die Gange ihrer Cameraden zu durchkreuzen, und durchfurchenden Splint oder das weiche unter der Rinde sitzende Holz flach. In ihrem Larvenstaude,der mcht langer als zwey bis drey Wochen dauert, ist sie größer als im Puppen- undvollkommenen Stand. Als Puppe, die alle Theile des vollkommenen Infekts, nur dieFlügel kürzer hat, ist sie anfänglich weiß und breyweich, gegen Hitze und große Kälte sehrempfindlich, wird nach und nach rostgelb, und tritt nach ein und zwanzig Tagen in denvollkommenen Stand, darin das Insekt seine Lebensart fortsetzt, und den Bast zerstöhrt,und sich dann durch ein rundes Loch herausbohrt.

Den Namen: rypoLrapbus, erhielt das Insekt daher, weil eS unter und in derRinde der Rothtannen und Föhren, Furchen und Mienen grabt, welche Buchstaben gleichen.

Aufenthalt.

Der Käfer befindet sich im Frühling, besonders im May e) zwischen der Rindeund dem Holz der Nothtannen oder Fichten (Pinus picea Clusii), auch der Weißtannen,(Pinus abies Clusii) und Kiefer (Pinus sylvestris ), wo man auch seine Larve in allenIahrszeiken antrift, wiewohl nicht sowohl an gesunden, stehenden Bäumen, als wenn ergefälltes Holz finden kann.

Uebrigens ist der Käfer der ersten Generation zwar schon im Winter unter derBorke der Nadelbäume, fliegt aber erst im May, und der von der zweyten im Septem-ber oder October, zuweilen in großen Schwärmen, gewöhnlich nicht allzuweit, bey star-ken Winden aber wohl eine Stunde weit, um sogar das stehende Holz anzufallen.

Fortpflanzung.

Und wenn er in noch so grosser Anzahl herumschwärmt, so fliegt er doch mehren-theils Paarweise nach seinem Heckort, um sich vermittelst eines schiefen Lochs von dreyViertel oder ein Zoll Länge unter die festen Borkenschuppen und von da weiter bis zumSplint einzubohren. Daselbst höhlt er sich einen zwey bis vier Zoll langen Gang aus,wo dann der weibliche Käfer seine weißen, runden Eyer, sechzig bis siebzig an der Zahl,an den Seiten hin legt, und mit Wurmmehl verklebt, woraus nach vierzehn Tagen diejungen Larven sich entwickeln /). Ein zweymaliges Eyerlegen des nämlichen Käfers kann

eben

-) Da wo er häufig ist, z. B. in Holzmagazinen,aufgeklafterrcm Nadelholz, und angegriff ncnDistrikten, findet mau ihn den ganzen Som-mer hindurch, und er fliegt auch zu allenZeiten aus, nur im May bis zu Anfang desJulius am stärksten. B.

f) Wenn ich recht beobachtet habe (und ich ha-be es viele hundcrunal gesehen), so fliegtdas Männchen nach der Begattung mit demWeibchen an den Platz, wo die Eyer abge-legt werden sollen. Ersteres sucht lange, ehees eine paßliche Stelle zum Anbohren findet,

und