252 Dritter Abschnitt. Zweyte Ordnung.
Aufenthalt, Fortpflanzung, Feinde und Schaden.
v: Das vollkommene und unvollkommene Insekt ist vonz May bis Julius, vorzüg-
' sich im May sehr häufig auf der Bandweide und mehrern glatten Weihen, und sonst aufallerley Holzarten. Larve, Puppe und Cicade machen die sogenannten Guckuksspukeauf den Weiden , die oft herabträufeln. Es ist solches ein blasiger Schaum, den das In-fekt von hinten von sich läßt, um den Nachstellungen der Vogel und der Raubinsekten zuentgehen. Nach der Paarung legt das Weibchen die Eyer an die Weidenbäume, auswelchen erst in dem darauf folgenden Frühjahre die Larven sich entwickeln. Zuweilen lebteine, zuweilen zwey derselben in Einem Schaum. Sie haben von innen an den Zwirn-wurm und von außen zuweilen an den Spinnen ihre Feinde, und sind übrigens den jungenTrieben der Weiden nachtheilig, deren Wachsthum durch Aussaugen des Safts gehindertwird.
A. Die blutrothe Schaumcicade. Cicada sanguinolenta , Lin.Namen, Schriften und NachweisuNg der Abbildung.
Blutband.
Cicada sanguinea. Lin. 70 g. n. 22, — Müller 134, rr.
Cercopis sanguinea, Fab. Ent. IV. 49- n - 6 .
Naturforscher VI. t. 2. %. 1. 2.
Kennzeichen der Art.
Sie ist schwarz und führt auf den Flügeldecken zwey rothe Flecken und eine derglei-chen Binde.
Beschreibung des vollkommnen Insekts.
Der Körper ist schwarz, so auch die Flügeldecken. Eine rothe Binde zieht sich ge-gen die Wurzel und Spitze hin, dazwischen sich ein blutrother Punkt befindet. Der Hin-terleib ist gleichfalls rothgefleckt und punktirt. Die Füße sind bunt aus Schwarz und Roth .
Aufenthalt.
In Frankreich, Italien und Deutschland, auf Weiden und Haseln. '
Anmerkung.
Die übrigen Schaumcicaden- Arten, gehören nicht hieher.
Vierte