Band 
Erster Theil.
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Dritter Abschnitt. Zweyte Ordnung.

versehen. Ihre Füße sind Gehefüßc, in den Fußblättcrn haben sie nur Ein Gelenke. —und der dicke Hinterleib ist oft mit zwey Hörnchen oder Fortsätzen versehen, die manauch Rückentrompeten nennt.

Wa6 von den Larven und Puppen beu den Wanzen gesagt worden, daß sie näm-lich dem vollkommenen Insekt bis auf die Flügel gleichen, gilt auch von diesen. Ihrevielen Arten konnten in wenigere zusammengezogen werden, wenn man lieber ihre Gestalt,als ihren Aufenthalt und ihre Farben zum Grunde legen wollte. Ihre Farbe bekommensie höchstwahrscheinlich von dem Gehalt der Pflanzensäfte, wie man dieses besonders ander Blattlaus des Rhcinfarrens bemerkt, die mit der Zeitigung der Pflanze immer rotherund zuletzt scharlachroth wird. Der Saft dieser Thierchcn färbt auf Lcinewand und Holzdauerhaft roth.

Ihre Oekonomie ist wunderbar und beynahe unerschöpflich. Vom Frühjahr an,bis in den spatesten Herbst, gebären sie lebendige Junge, ohne Zuthun eines Männ-chens tt). Im Herbst erscheinen die Männchen, die in der letzten Generation der Leben-digen mit geboren werden, begatten sich mit den Weibchen, und dann erfolgt die letzteGeneration, die aus bloßen Eyern oder Brüt für die Zukunft besteht. Diese liegen imWinter in Baumrinden e ), und krischen im Frühjahr aus. Erstaunlich ist es, daß eineeinzige Begattung zu so vielen Millionen eines Sommers hinreichend ist. In einerley Artgiebt es geflügelte und ungeflügelte, auch in einerley Art haben Männchen und WeibchenFlügel, und auch keine. Ehe sie sich nicht wenigstens viermal gehäutet haben, gebären sienicht und bekommen auch nicht Flügel. Da den Blättern der mit diesen Insekten bevöl-kerten Bäume der Saft entzogen und solche mit ihrem Honigsaft, der wieder andere In-sekten anlockt, so überfirnißt werden, daß das Einsaugen und Ausdünsten dieser wichtigenOrgane gehindert wird; so sind die Blattläuse allerdings schädliche Thierchen.

Und sie würden es noch mehr seyn, wenn ihnen nicht gewisse Raupentödtcr, Ich-neumones, nachstellten, desgleichen die Marienkäfer, Coccinellae, dann die Honig-fliege, Musca mellina L., Müuzfliege, Musca menthastri L., geschriebene Fliege,Musca sciipta L. , dann die Florfliegen, Hemerobii L. Durch Kalte und Regenwet-ter wird ihre Vermehrung gleichfalls sehr nachdrücklich verhindert.

Daß die Blattläuse aber an den Ameisen keine Feinde haben, wie sonst mancheund auch der Uebersetzer des sinne glaubten, war schon dem Linne bekannt, und bestätigtsich immer noch. Denn die Ameisen sind häufig unter den Blattläusen anzutreffen, undbelecken sie allenthalben,. thun ihnen aber nichts zu leide, sondern genießen ihren Homgsast,den sie entweder aus dem Aster auf die Blätter spritzen, oder durch die beyden Rückentrom-peten

d) Itnb in diesen Zungen befinden sich schonwieder Zunge, weil eine einmalige Begat-tung im Spatherüste ihre befruchtende Wir-kung im folgenden Frühjahr und Sommerbis ins neunte Glied äußert. Gemeiniglich

soll nach Bannet, eine einzige Mutterneunzig und drüber gebären.

e) Oder sind in die zarte Wolle der Pflanzeneingesüttert, —