Band 
Zweyter Theil.
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Die Falter. Zweyte Horde. Siebente Familie.

oder Doppelbinde passirt. Endlich umschließt eine aus 6 bis 7 dergleichen Mondflecken ge-bildete Queerreihe den Hinterrand.

Die in dem Hallischcn Naturforscher gut abgebildete Raupe, die vormals denWienern noch nicht bekannt war, ist fammetfchwarz mit einem aus großen, gelben Punctenentstandenen Rücken- und dergleichen Seitenstreif, desgleichen mir kurzen, schwarzen Dor-nen, hat statt der Dornen auf denr 7 — 9 Ring tonische Erhöhungen. Ste überwintertund ist im May ausgewachsen. Hr. E sp e r hat a. a. O. eine andere vorgelegt, welche ge-sellschaftlich lebt, gelb ist mit einer schwarzen Seiten - und schmalen Rückenlinie, desglei-chen mit schwarzen Dornen, die Hr. Jung in Uffenheim entdeckt halte, und deren Nah-rung der spitzige Wegerich ist. Vielleicht variirt also dieRaupe.

Die Puppe ist grünlich weiß, schwefelgelb und schwarz punctirt, vornen rund,mit sieben gelben Knopfreihen. Ihre Ruhe dauert bald 2 , bald 3 Wochen.

Aufenthalt. Der Falter fliegt im Junius in den südlichen Gegenden vonDeutschland, hier und da in Franken, und auch bey Leipzig , in lichten, blumenreichenWaldungen. Die Raupe lebt auf Wollweiden, Buchen und E sp e n.

Zweyte Horde. Die Raupen sind asselfvrmig. und die Falter sindKleinflügler, Papiliones rurales Lin. — Hesperiae, Fabr.

Die Raupen sind fast eyrund, und unten glaic; ihr Kops ist sehr klein, schwarzoder bräunlich, und, wie die Füße, kaum zu sehen; queer über den Leib sind die gewöhn,lichen Einschnitte. Die ganze Gestalt dieser Raupen kommt derjenigen der Asseln oderKellerwürmer (Onisci), oder auch der Schildkäfer (Caslidae Lin.) gleich. Sie sindtheils Hochschildraupen, theils Flachschildraupen.

Erste Familie.

Hochschildraupen. Vielaugige Falter.

Diese Raupen sind bey ihrer Schild- oder Assel- Gestalt fast durchaus gleichbreit; der Kopf ist schwarz, der Rücken merklich erhoben, meist sehe schön gefärbt. DieVerwandlung geschieht insgemein an einem Pflanzenstengel; zuweilen doch auch nurhalb unter der Erde. Die Puppe ist mehr länglich nackt, weißlich mit einigen, düsternFlecken auf dem Rücken, oder an den Seiten. Die Flügel der Falter sind auf der Ober-seite wenigstens bey dem Männchen blau, beydem Weibchen öfters braun, auch mit einerReihe rothgelber Flecken am Hinterrand; auf der Unterseite sind sie immer graulich mit vie-len schwarzen, meist weißeingefaßten Puncten oder 2 lugen.

Sie sind minder schädlich.

17. Der Fcuilbaumsalier. Fapilio Argiolus, Lin.

Nomen, Sckriften und Nachweisung der Abbildung.

Streopunck. kleiner ck?aus, Bläulmq rnines Vielauge, Himmelsvögelchen.

Papilio Argiolus I.in. 790. 134. IWiille'r. 626. 234.

— . — — Wiener Bz. 184 Nro. 8.

Hesperia A<~.is, Fab. Fnt. 1IT. 1. 295. 124.

Papilio Argiolus Bork daIlsen. !. 173. n. 8.

— — — Gtcd itscb II. 34. i>. 10.

— Cleobis 0 pft emat. Beschreibung. 268. 167.

Papilio