Band 
Zweyter Theil.
Seite
461
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Erste Horde der Phalänen/ die Spinner. Siebenzchnte Familie. 461

Phalaena Bombyx Vinula Lin. 815,29. Müller 659. 29.

•— — — Wiener Vz. 64. 0. 3.

Bombyx — Fa b. Ent. III. 1. 428. 67.

Thal. Bomb. — Borkhaus. III- 367. 137.

— — — Wlebitfclj I. 5 ii. U. 43. u. 109.

— — — Nau Forstw. 288.

— — — Esper 1 H. r. 18. 1 — 7. mit Raupe, und r. 79. 5 . 9.

das Ei). — Aber die Abbildung zeigt nur r, folg»

lies) zu wenig Hermelinflecken.

Rösell. 2. Classe, t. 19. mit Raupe.

Bonners Abhandlungen aus der Jnsectologie, S. 109 u. 320. t. 3. f. 1 — 3, von

der Raupe und ihren Eigenschaften.

Sepps Insekten 4. tab. 5.

Kennzeichen der Art. Spinner. Die Flügel sind etwas zurückgebogen,äußerst dünn beschuppt, schwarzbraunaderig, und am Hintcrrande punctirt; die vorder»sind lanzettförmig, weißgrau, mit schwarzen, gebogenen, gezackten und gewellten Stri-chen überall, desgleichen mit schwarzen Puncten an der Wurzel bezeichnet; der weiße Vor-derleib ist mit schwarzen Flecken hermelinartig beseht. Das Männchen ist kleiner, undseine Fühlhörner etwas stärker gekämmt, als die des Weibchens.

Raupe. Sonderbar gebaut, einsam lebend, höckerig, grün, vornen und in derMitte dick und groß, mit bald violettem, bald braunem oder schwarzem Rücken, und stattder Hinterfüße zwey langen gabeligen Schwanzspihen, die eigentlich Futterale der darinenthaltenen beweglichen rothen Fäden sind. Sie kann aus einer Drüse unter dem Kopfeeinige Tropfen einer hellen scharfen Feuchtigkeit von sich sprühen.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Dieser Spinner ist von ansehnlicher, doch unbeständiger Größe, indem man Weibchen vonz Zoll Flügelbreike hat, wo jeder Vorderfiügel i Zoll 4 Linien mißt. Seine vier Flögetsind zurückgebogen, dünn beschuppt, schwarzbraun geädert, und am Hintcrrande punctirt.Die Vorderfiügel sind lanzettförmig, weißgrau, mit schwarzen, gebogenen, gezackten undgewellten Strichen und Linien überall, desgleichen mit schwarzen Puncten an der Wurzelbezeichnet, die aschgrauen, ebenfalls dunkeladerigen Hinterfiügel haben auf beyden Seite»oder Flächen einen dunkeln Mittelfleck, da hingegen die vordern auf der bald schwärzlichen,bald aschgrauen, allemal dunkeladerigen Unterseite am Vorderrande mehrere vergleiche»zeigen. Der Kopf, der Schaft der schwarzfiederigen Fühlhörner und der Vorderleib sindweiß, letzterer mit vielen Hermelinflecken, wovon vorzüglich vier am stärksten sind, besetzt,und der Hinterleib oben schwarz mit weißen Ringeln. Die Füße sind weißwollig undschwarzgefleckt, mit weißen, schwarzgeringelten Fußblättern. Bey dem Männchen sinddie Fühlhörner stärker gekämmt, die Flügel etwas schmäler und spitziger; desgleichen dieHermelinfiecken und übrigen Zeichnungen weit blasser; oft fehlen auf den Hinterflügeln dieSchuppen gänzlich, und auf den vordern größtentheilö.

Die merkwürdige, vornen und in der Mitte dicke und große Raupe unserer Pha«lane ist 2 Zoll lang, ohne die hohlen knotigen Gabelspihen mit zu messen, welche ihr wegender darin verborgenen rothen Fäden, die sie losschießen kann, eben so zur Vertheidigungdienen, als der atzende Saft aus ihren Kopfdrüsen. Es fehlen ihr dafür die Schwanzfüße.

Nnn Man