476 Erste Horde der Phalänen, dle Spinner. Neunzehnte FamMe^
Blaschen, um sich fortzuhelfen und festzuhalten. Ihren Kops versteckt sie gern, undspinnt sich auf den Blattern des Baums selbst in ein eyrundes Tömrchen ein, dereninneres Gespinst weiß, das äußere braun ist. Die innere Wand eines solchen TönnchenSist sehr fein, seidenartig, glatt und glänzend, worin aber die Raupe mehrere Monate,oft noch durch den Winter bis in den März unverpuppt liegt. In ihrem Puppenstande selbst,wo sie wie eine Käferpuppe aussieht und eine gelbliche, weiche Schale hat, bringt sie nur4 Wochen zu.
Aufenthalt und Fortpflanzung. Der Spinner findet sich im May undAnfang des Junius auf Buchen und Eichen, wovon man ihn zuweilen abschüttelnkann, und wovon sich die Raupe vom Julius bis zum September oder October nährt.
Das Weibchen legt feine ovalen Eyer an die Blätter, woraus sich zu Ende desJuniuS die kleinen Raupen entwickeln.
Feinde. Diese sind mehrere Jchneumonswespen und auch ganz kleine Milben.
86. Der Pappelbuschfplnner. Phalaena Bombyx Asella, Vien,Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Alberbufchfpinner, rothes Kreutz.
Phalaena Bombyx Asella, Wiener 23er J. 65. 2.
Bombyx — Fab. Mant. II. 111.
Hepialus Asellus — Fab. Ent. III. 2. S. 7. n. 9.
Phal. Bomb. Asella Borkhausen Ul. 450. 174.
Phal. Heterogenea Cruciata, Knvch Beyträge III. tab. 3 . mit Raupe.
Kennzeichen der Art. Spinner. Die Flügel sind dachig und einfarbigschwarzbraun; der Saum des Hinterleibes ist bupbaumfarbig; das Weibchen ist dick-leibiger und größer, als das Männchen.
Raupe. Eyförmig, mit erhabenem Rücken, grünlich, chagrinirt; die Ober-fiäche hat ein blutrotheS Kreutz und eine Reihe von eingedrückten gelben Rückenflecken;die Stelle der Bauchf'iße vertreten zwey klebrichte Blasen. Sie variirt auch gelb.
Beschreibung .des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Der Spinner ist halb so klein, als der vorhergehende, dabey etwas glänzend und unge-fleckt. Die dachigen Flügel sind einfarbig schwarzbraun; der Saum des HinterrandeSist buxbaumfarbig. Das Männchen ist kleiner und schmächtiger als das Weibchen. Daöganze Jnsect hat mit den Flügeln Eine Farbe, welche bey letzteren, zuweilen in schwäche-rer, zuweilen in stärkerer Mischung ist. Die Fühlhörner sind wie bey der nächstvorher-gehenden Art an beyden Geschlechtern fadenförmig, die Augen schwarz und die Schienbeinegelblich. Man sieht ihn im Ruhestand den Hinterleib in die Höhe richten.
Die der vorigen ähnliche, kleinköpfige Raupe ist eyförmig, mit erhobenem Rücken,grünlich, chagrinirt. Die Oberfläche hat ein blutrotheS Kreutz, und an einem jeden Ein-schnitt der Ringe einen in das rothe Kreutz eingedrückten gelben Fleck, woraus sich eine Fle-ckenreihe bildet, neben welcher zu beyden Seiten eine aus kleinern Flecken bestehende Linie
hinzieht,