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Zweyte Horde der Phalänen, die Eulen. Fünfte Familie.
Vorderrand schwarz und weiß gefleckt. Die schwärzlich aschgrauen, am Schwanzwinkelweißlichen Hincerfiügel haben einen großen länglichen Schattenfleck, welcher bisweilen zurSchattenbinde wird. Am Schwanzwinkel fängt eine weiße, schwarzgerandeke O.ueerliniean, die nicht durchgeht. Auf der Unterseite sind alle Flügel weißlich, die vordern starkschwarz beschattet mit einigen Queerlinien. Die Hintern haben eine geschweifte Queerliniezwischen zwey schwärzlichen Queerbinden, in deren ersterer ein schwarzer Halbmond steht.Die Franzen sind schwarz und weißgefleckt, wie die auf der Oberseite der Hinterflügel undwie die Füße. Die Fühlhörner sind bräunlich und an der Wurzel weißgeringelt. DieFühlspitzen wechseln mit Grün und Schwarz. Der Kopf, der Saum des schwarzen Hals-kragens und der Vorderleib sind grün und nach hinten schwarz gezeichnet. Der Hinter-leib, aus dessen Ringen jedesmal ein schwarzes Büschelchen steht, ist gelbgrau und zugleichschwarz bestreut; in den Seiten aber schwarzgefleckt.
Ihre braunköpfige, auf-dem Rücken bräunliche, in den Seiten schmutziggelblicheRaupe ist bis auf die braungelben Halshaare und Warzenhaare nackt, nämlich dieseitwärts stehenden Warzen führen einen braungelben Haarbusch und die in der Mitteganz feine Haare. Auf dem 4. 6. und 9. Ring steht jedesmal eine hellgelbe Scheibe,auf jedenr der übrigen stehn allemal vier rothe behaarte Warzen in einer Queerreihe,wovon die auf dem 2. und z Ring gelb eingefaßt sind. Vor einer jeden Warzenreihesteht auch eine Reihe weißer Rundsiecken oder Puncte. Die Endfpitze und Schwanz-füße sind nebst dem Bauch gelbbraun. Das Exemplar, das ich 1781 erhielt, war aufdem 5. und 11. Glied etwas erhaben, so wie die Luftlöcher, und die Füße waren weiß.Ob es auch Raupen mit gelben Scheiben auf allen Gliedern gebe, wie sie Sepp ab-gebildet hat, wird bezweifelt. Sie spinnt sich in der Mitte des Augusts, oder auch imSeptember in ein dem Gespinst der Raupe des Weißbuchenfpinners, Neustria , ähnli«ches Gewebe ein, darin die schmale bräunliche Puppe durch den Winter ruht. DieseRuhe dauerte bey mir (Scharfenberg) etwas über 10 Monate, weil ihre Entwickelungerst gegen das Ende des Junius des folgenden Jahres erfolgte. Vielleicht war diesesFolge der häuslichen Erziehung.
Aufenthalt. Die Eule findet sich nach Brahm bey Maynz schon im April anEichstämmen, worauf auch die Raupe im Julius und August in mehreren deutschenGegenden lebt. Man redet auch von einer zweyten Generation, wo von den Raupen imMay und Junius, die Phaläne, nach einer dreywöchentlichen Puppenruhe, im Julius sichentwickeln soll.
Anmerkung. Sie darf nicht mit der Kahneicheneule, Spilling Lin., welches die RunicaVien. ist, vermengt werden, desgleichen auch nicht mehr, wie es sonst geschah, mit der nächst-folgenden. m
103. Die Dornpflaumeneule. Phalaena Noctua Ludifica, Lin.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Naturspiel, naturspieliger Nachtfalter, gelber Hermelin, grünweißliche undschwarzgezeichuete Eule.
kllslsena