517
Zweyte Horde der Phakänen, die Eulen. Achte Ainri'lie.
May und entwickelten sich am 24. Julius. Nach der Zeit ist uns keine vorgekommen; da-her wir über das Daseyn einer doppelten Generation nichts bestimmen können.
Anmerkungen. 1. Herr Esper hält unsere Stachelbee reute für die Lylostca Vienn, undHerr Dra hm die gegenwärtige dafür. Letzterer, der sie unmittelbar von Wie» aus erhielt, batin der Bestimmung und Benennung recht. Daher beziehen wir uns auf das, was bei- der Sta»chelbeereule oben bereits gesagt worden.
2. Die hiehcr gehörige. i§ Zoll messende Ackeleyeule, Phal. Noct. Chi L. , Griechi-sches Chi, Chinachtfalter, die in den Linneischen, Wiener, Fabricius., Dorkhausen-, Espcr-und Röselschen Schriften I- Th. Nachtvög. 2. Classe, t. 1;. vorkömmt, lebt nur auf niedrigenPflanzen, und hat einstmalen, vermuthlich nur durch Zufall, junges und ganz zartes Eichenlaubzur Nahrung angenommen. Sie, die Eule, ist kammrückig mit dachtgen, gezahnten Flügeln,und ihre grcisgrauen, aschfarbigbestäubtcn, mit zwey weißlichen, und dabey sehr bleichschwärzlichgerundeten Narben gezierten Vorderflüqel haben unter diesen Narben die dunkelschwarze Figur ei-nes Griechischen Chi Oc)- Die drey Wellenstreifen sind bleichaschgrau gcrandet, die Hinterflügelbey dem Exemplar, das ich habe, weiß, die Fühlhörner aber weißlich geringelt. Ihre nackte,meergrüne und schlanke, am Bauch grasgrüne, mit zwey Längslinien auf jeder Seite bezeichneteRaupe findet sich in Deutschland jährlich zweymal, im May oder Anfang dcsZunius, und dannim August oder Anfang des Septembers, auf Ackeley, Moosdistel, Hasenkohl (Sonchus arven-sis), Kletten (Arctium Lappa) und jungen Eschenblättern, und liefert, nachdem sie sich in einemzarten Gewebe zwischen Blättern eingesponyen hat, theils nach 4 Wochen, theils was die zweyteGeneration betrifft, nach der Ueberwinterung der Puppe den Schmetterling. Sch.
115. Die Haaeicheneulo. Plialaena Noctua Xautlioceros, BorlUi.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Gelbbörniger Nachtfalter, Rorhköpsige Eule.
Phalaena Noctua Flavicomis, Wiener Vj. 72. 6.
Noctua — Fab. Lnt. III. 2. tl6. 352.
Plial. Noctua Xanthoceros , Bvrkhausen IV. 276. 117.
— — Erythrocepliaia, Drahm II. 67. n. 28.
— — — Esper IV. r. i2l. I. i — Z. mit Raupe.
Kennzeichen der Art. Eule. Mit einem Rückenkamm und dachigen Flü-geln; die vorvern sind düster und mehrentheils olivengrün mit schwarzen Zügen und habendr.y fast silberfarbige, gezackte Wellenstreifen, zwey sehr kleine ovale Narben von gleicherGröße, und an den gefleckten Franzen eine Reihe von sieben schwarzen Möndchen. DieHinterflügel sind, den grauschattirken Hinterrand ausgenommen, weiß, und die Fühlhör-ner gelb und beym Männchen dicker, als benm Weibchen.
Raupe. Niedlich, gelb mit rothem Kopf und schwarzer Seitenlinie. Sie hatam ersten Gelenk eine Queerreihe von 4 schwarzen Puncten, und vom zweyten bis letztenGlied ist jedes derselben achtmal weiß und viermal schwarz punctirt.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnfecks»Dies- Phalanx mißt bald 1 Zoll und 3, bald i Zoll und 4 Linien, und hat schmale düster-graue Vorderftügel, die mehrencheilö olivengrün sind und schwarze Züge bilden. Man be-
Uuu merkt