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Zweyte Horde der Phalänen, die Eulen. Neunzehnte Familie.
rier sind beym Weibchen schwächer, als beym Männchen, und der schlanke, am After be «duschte Hinterleib macht das Männchen ebenfalls kennbar.
Die i Zoll 8 Linien messende, schlanke, gewöhnlich dunkelbraune, sonst auch wohlaschfarbige, oder auch schwärzliche Raupe zeigt ebenfalls die franzenförmigen Auswüchsein den Seiten, die rothbraunen Flecken der Unterseite, desgleichen beym Herabfallen dieLebhaftigkeit im Springen, als die von der zweyten Linie. Sie ist auf dem ganzen Körpermit Wärzchen besetzt, darauf Borsten stehen. Auf dem 8- Ring erhebt sich ein sehr ver-längerter Fleischhöcker, desgleichen auf dem 4., n. und 12. erhöhete Spitzen. Die Flächezeigt auch noch bald deutliche, bald sehr undeutliche gelbliche und weißliche Flecken. Sie ipinnksich, wenn sie zur Verpuppung reif ist, ein dünnes Gewebe zwischen Blättern, und aus ih-rer schlanken, braunen, blau bedufteten Puppe entwickelt sich in z bis 4 Wochen das voll-kommene Jnsect.
Aufenthalt. Die Eule lebt und zeigt sich im Julius an den Bretterwänden inGärten, an den Häusern, zuweilen auch in denselben, zwischen klaffenden Gartenthürenu. s. w., und ihre Raupe im May auf Weißdorn, Schlehenhecken und allenPflaumen.Arten, wo sie die niedern Aeste starker Bäume liebt.
*75. Die Schwarzdorneule. Phalaena Noctjia Hymenaea, Vien.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Gelbe Bandphaläne mit getrennten Binden.
Phalanna Noctua Hymenaea Wiener Vz. 91. 8.
Noctua ’• — F a b. Ent. ITT. 2. 58. ifix.
Phal. Noct. — ©orffjslHf. IV. 43. 14.
— — — Esper IV. 1.104. f. 1.
— — — Hü b n e r s Beykr-1- z. t. 3 . fig. S.
Kennzeichen der Art. Eule. Mit einem Rückenkamm und dachigen Flü-
geln ; die vordem sind ungemischt aschgrau, fein bestäubt mit einer schwarzen Wellenlinieund einer gleichfarbigen Zackenlinie, dazwischen zwey kleine schwarze Nierennarben von un-gleicher Größe stehen. Die Hinterflügel sind hochgelb mit einer breiten, schwarzen, unter-brochenen Binde und einer schmalen, etwas gewellten, abgekürzten Mittelbinde. DasWeibchen hat eine hellere Grundfarbe.
Raupe. Gelbgrün, mir 2 Reihen erhabener Warzen; auf dem achten Ring miteinem zahnförmigen Höcker und an den Seiten mit den gewöhnlichen Fleifchwarzen be-zeichnet.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.DiefedP kleiner als die vorhergehende, ihr aber sonst viel ähnlich, und hat auf den unge-mischt aschgrauen, fein bestäubten Vorderstügeln unweit der Wurzel ein vom Vorderrandherabgeschwungeneö schwarzes Längsstrichelchen. Die erste schwarze Queerlinie ist gewelltund von einer Schaktenlinie einwärts begleitet; das darauf folgende Mittelfeld enthält einekleine schwarze, auswärts von einem Schattensteck begleitete Nierennarbe, und eine nochkleinere und blässere unter jener. Hierauf kömmt eine zweyte und zwar zackige Queerlinie,