Dritte Horde der Phalänen , die Spanner. Vierte Familie. 641
an Farbe und Befprcngung, als besonders an der Beugung der fthr ausgeschweiften grö-ßer» Queerlinie so ähnlich fcheinenoe schmutzigweiße Spanner ist dennoch durch mehrereUmstände von jenem wesentlich verschieden. Denn dieser unserer mißt i Zoll und 7 Linien,oder drüber. Seine sämmtlichen Flügel, davon die Hinkern gezahnt sind, haben auf afch-grauer Grundfarbe schwarze Atomen und einen dergleichen Mittelpunct. Glicht weit vonder Wurzel zieht eine braunschwarze, etwas gerade Queevlinie durch: tir einiger Ferne da-von st ht der ichwarje Mittelpuncc, daran sich ein fast gerader Schattenstreif befindet, hin-ter welchem eine sehr ausgeschweifte Zackenlinie in schräger Richtung, von einer Schattensbinde begleitet, sich zieht. Diese Schaktenbinde nimmt 2 weiße Puncte in ihrer Mitteauf, welche wie ein Dvppelaug? aussehen. Mit dem schwarzpunctirten Hinterrand lauftnoch eine weiße Wellenlinie parallel. Die Hinterflügel haben einen bogeriförmigen Schat-tenstreif, worauf ein Miktelpunct , alsdann eine Zackenlinie, von einem Scharten begleitet,und endlich eine weiße Wellenlinie folgt. Der jchwarzpunckirte Hinterrand ist gezahnt oderkappenfyrmig ausgeschnitten. Die Unterseite aller Flügel ist bald gelbgrau, bald weißgrau,mit dunkeln Atomen bestreut; der Mrttclpuuct scheint nebst cen übrigen Zeichnungen durch.Der Kopf und der ganze Körper ist weißgrau und braun^besprengt.
Die Varietäten entstehen mehrentheils aus Abweichungen der Grundfarbe,vom Weißlichen an bis ins Braune; auö den mehr oder weniger gehäuften Atomen; fer-ner aus dem Daseyn oder Mangel mancher Zeichnung, z. B. der zwey weißen Puncte unddes Schattenstrcifs. Doch ist die ausgeschweifte Zackenlinie allemal auf jedem Flügel deut-lich vorhanden.
Die dem Herrn Bork hausen bekannt gewordene Raupe ist verschieden ge-färbt, auf Weiden braurgrün, auf Italiänischen Pappeln graulicbgrün, aufErlen und Balsam pappe in braungrau, auf Ulmen hellgrün, auf Hollundergraubraun, auf Pfriemen kraut gelblich. Zu jeder Seite des Rückens bildet sich auözweyen Längslinien ein Streif. Auf der Mitte des Rückens sind 3 bis 4 braune Schup«penfiecken, deren Spitzen nach vornen stehen; vor und hinter denselben sieht man einebraune Rückenlmie, und vor dem Schwanzwiukcl ist ein kleiner Höcker. Der Bauch istbald mehr, bald weniger fchakkirt. Das dritte Paar der Brustfüße ist beinahe noch halbsi) stark, als die übrigen. In der Ruhe sitzt sie starr ausgestreckt, den Kopf und die Brust-füße so eingezogen, daß sich über letztem ein Buckel oder Knoten bildet. In den Seitensind einige Fallen und Queerrunzeln. Zur Zeit der Verpuppung theils im Julius, theilsim September, zieht sie einige Erdklumpen mit Faden zusammen, unter welchen sie zu ei-ner rothbraune» Puppe wird, welche eine kegelförmige, feine, am Ende gegabelteSpitze hat. Die Puppe der einen Generation dauert 3 bis 4 Wochen, die der andernaber 6 Monate.
Aufenthalt. Der Spannkr zeigt sich zuerst im März zur Zeit des Schnepfen-strichs, hernach wieder im Julius oder August an den Stammen, wo die Raupe theilsvom May bis Julius - Anfang, theils im August und September gewohnt hat, nämlich außerden vielen obMangegcbenen, auck nech aufder Babylonischen Weide, Platanus,Ahorn, ja sogar auf der Wolfs kirsche (Atiopa Belladonna),
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