Band 
Dritter Theil.
Seite
656
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6;6 Dritte Horde der Phalänen, die Spanner. Sechste Familie.'

weiße einzelne Puncte. Die Hinterfiügel ziert nur ein einziger, fast gerader schwarzerStreif hinter dem Auge, welcher zuweilen von der Außenseite licht begränzt wird. AlleFranzen sind abwechselnd licht und dunkelgefleckt. Auf der Unterseite geht queer durch alleschmutzigweiße Flügel eine schwarze Zackenbinde, die bey manchen Stücken nur verblichenangedeutet ist, und vor demselben ern sehstrahltgeS Auge. Der Hinterrand der Hinterflü-gel endigt sich mit einer schwarzen Punctenreihe. Was zum Vordercheil des Jnsects ge.hört, hat die Farbe der Dorderflügel, und variirt eben so; Hinterleib und Brust aber sindmit den Hintern gleichfarbig und besprengt. Der schmutzigweiße Schaft der Fühlhörner istbey dem Männchen mit kurzen, büjchelweis stehenden Fasern besetzt.

Die i\ Zoll lange und 2 Linien dicke, graulichbraune und stellenweiö hellere oderdunklere Raupe, die eine Entdeckung des Schwedischen Kammerherrn DegeerS ist, hatauf dem Rücken einige dunkle Schrägsstreife, und in jeder Seite einen gleichfarbigen Dop-pelstreif. Die halbe Stirn und die Luftlöcher sind dunkelbraun, und letztere schwarz ge«randet. Der oben etwas gespaltene und vornen platte Kopf ist nebst den 3 ersten Ringendicker, als der übrige Körper. Der Buckel des n. Ringes spaltet sich oben in 2 Spitzen,und ist in jeder Seite mit einem schwarzen Ring eingefaßt. Von den 14 Füßen der Raupesind nur die gewöhnlichen 10 zum Gehen bestimmt; die 4 Bauchfüfie des 7. und 8. Ab-satzes, die nicht ganz die halbe Größe, und unten einen ganzen Hakenring haben (oa dieSchwanzfüße und die vom 9. Absatz nur halb mit Häkchen bekränzt sind), können von ih-nen auö- und eingezogen werden, ohne daß man ihren eigentlichen Nutzen kennt. DieVerwandlung der Raupe geschieht unter der Erde oder unter Mooß u. dgl., in einem lockernGewebe, in eine röthlichbraune, kaum 7 Linien lange Puppe, welche überwintert, und7 oder 8 Monace ruht.

Aufenthalt und Nahrung. Der Spanner erscbeint im May in Deutsch-land und in Schweden. , Seine Raupe weidet im August auf Erlen und wilden Ro«sensträuchen nach Degeer, desgleichen auf der Bocksbeerstaude, Rubus cae-sius L., nach Schiffermülker.

An m erk ungen. i) Wir haben den gegenwärtigen Spanner wegen seines Flügelumrisses und derRaupe, nach Dorkhausens Vorgang, von der neunten Familie getrennt, um ihn mit dieserzu vereinigen.

2) Die ganz unter sich verschiedenen, aber gleichnamigen Phalänen: Bidentata des Hufnagels,dann Obscurata Fab. und Lividata Dorkhausens, sind sämmtlich von unserm ver-schieden.

z) Aue Versehen hat ihn Fabricius unter zweyerley Namen, wie oben bemerkt ist, aufgeführt;und aus Verseben hat Esper bey seiner Dentaria, statt: Bidentaria Fab., Lividata F. undDegeerö Raupe anzuführen, die nicht hierher gehönge Dentaria Fab. allegirt.

212. Der Hvlzdirnspariner. Phalaena Geometra Lunaria , Vienn.

Dieser schöne Spanner, dessen erste Geschichte die Verfasser des Verzeichnisses derSchmetterlinge der Wiener Gegend geliefert, und dessen Namen: funaria, nicht nurVon dem durchsichtigen Möndchen, das ein Theil von ihnen zu der Mitte der Flügel führt,

sondern