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Dritte Horde der Phalänen, die Spanner. Sechste Familie.
sondern nach Seite 281 besonders von dem bey allen Racen derselben an der Flügelspihebefindlichen hell- oder auch dunkelfarbigen Halbmond-Fleck hergenommen haben, hat soviele, öfters prächtig-- Abweichungen, daß man leicht verleitet werden könnte, mehrere Ar-ten anjunehmen. Wollre man aber dieses thun, und allenfalls die unten vorkommendenzwey oder drey ersten Racen als drey besondere Arten betrachten: so fehlt doch immer zuviel, um eine feste Bestimmungsgränze der Arten anzusehen; daher wir die allgemeinenKennzeichen, nebst dem Aufenthalt und der Fortpflanzung voran sehen, und sodann nachHm. Esperö Benennung und Ordnung die Hauptvarietäten als Racen oderUnterarten auf cinauoer folgen lassen wollen.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Zensterchen (wegen der durchsichtigen Mircelmöndchen), Halbmondnach'falker.
Phalaena Geometra Lunaria Wiener Vj. ioz. 7. t. 1. a. f. 4, Raupe. 1.1. b.
f. 4. Phaläne.
Phalaena — Fa b. Ent. II s. 2. 136.2 6 .
Phal. Geora. — Borkhaus. V. 101.45.
— — — Brahm II. zu. und 529.
— — — Nau Forstw. 315. §. 745.
— — — Schwarz Beytr. t. 18. f. 1. 2. Raupe.
— — — Esper V. 1.12. k. 4. Raupe.
Allgemeine Kennzeichen. Spanner. Von veränderlicher Größe undFarbe; die lichtfarbenen, bald weißen, bald gelben, mit braunrothen Atomen besprengtenund gezahnten Flügel sind in der Mitte durch ein silberweißes, durchsichtiges Möndchenverschönert, das einigen Varietäten fehlt; die Vorderflügel sind mit 2 rothbraunen Queer-streifen, und die Flügelspiße mit einem oraniengelben, durch helle Striche beschränktengroßen Mondfleck bezeichnet. Das Männchen wird durch die merklich kammförmigenFühlhörner kennbar.
Raupe. Von veränderlicher Größe und Farbe, meistens von der Farbe der jun-gen Zweige der Bäume, auf denen sie lebt. Der sehr kleine, eyrunde, flachgedrückte Kopfhat oben zwey dunkle Langsstriche. Das dritte Paar Brustfüße, die sich in der Ruhekreuzweis über einander schlagen, und die 2 Bauchfüße sind länger als gewöhnlich. Derfünfte Ring tragt einen ein. oder zwevtheiligen Höcker, und der siebente und achte sind an-geschwollen höckerig, wie unförmige Aest-Schwülste.
Aufenthalt und Fortpflanzung. Der Spanner erscheint jährlich zweymal;erstlich im May, wo er an Stämmen oder GraSstengeln siht, und in der Ruhe die Flügelwie ein Tagfalter trägt, weswegen auch die Unterseite so lebhaft gefärbt ist, und dann imJulius. Seine Raupe ist sowohl im May und Junius, als im August und Septembervorhanden, nämlich auf jungen wilden Birnbäumen, Dotter- und Korbwei-den, Bandweiden, Birken, Apfelbäumen, Hartriegel (Cornus sangui-nea), Pflaumen, Schlehen, Eichen, Ulmen, Haynbuchen, Berberiö-sträuchen, schwarzem Hollunder, Wasserholder ("Viburnum Opulus ),Schlingbaum (Viburnum Lantana), Sahlweiden (Lalix caprea), Haseln,Syringa, Ahorn, Weißdorn, Rosenstauden und Stachelbeeren. Und