Dritte Horde der PHalänen, die Spanner. Sechste Familie. 65-
Kennzeichen der Rare. Spanner. Von ungleicher Größe; die blaßgel-ben, am Vorderrand inö Weiße ziehenden, braunbestaubten Flügel sind unter allen amtiefsten ausgeschnitten, und haben alle ein durchsichtiges Mittelmöndchen. Der Randmond.fleck an der Flügelspihe ist fö safrangelb als die Gegend um das Mittelmöndchen, von woaus ein dritter Streif (außer den gewöhnlichen beyden Streifen) nach dem Jnnenrand zieht,desgleichen noch eine vierte verblichene Linie, die aber den Jnnenrand nicht erreicht. DasMännchen ist bey dieser und allen Raren durch die merklichen Kammfühlhörnerkemrbar.
Raupe. Die oben bey den allgemeinen Kennzeichen beschriebenen.
W e i t e c e B e sch r e i b u n g. Raum zu ersparen, sehen wir, statt einer wie«
verholten Beschreibung, zu obigen Kennzeichen noch Folgendes hinzu: Die beyden Ne«benracen dieser Hauptrace unterscheiden sich durch nichts, als durch die Größe. Die grö«ßere hat nach hiesigen Stücken i Zoll 7 Linien Ausmaß, die kleinere weit weniger. Dasdurchsichtige Möndchen der Hinterflügel steht in einem engen safranfarbigen Zwischenraumzwischen 3 Queersireifen oder Linien, davon sich die mittelstc am Möndchen wegzieht,welches schwarzbraun eingefaßt ist. Die Unterseite ist der obern bey meinen Stücken ahn«lich, nur daß das Mittelfeld ein schmales Quecrband vorstellt, und das Möndchen nichtschwarz geringelt ist. Die vierte Abänderung der Wiener und des Herrn Borkhau.sens könnte ihrer mit Schwarzens t. 19, f. 6 — 8.'übereinstimmenden Beschreibungwegen, als kleine Varietät hierher gezogen werden, wenn nicht die Wiener einen ungezack.ten und fast ganz zugcrundctcn Hinterrand der Flügel ausdrücklich angäben. Das Weib.chen der kleinen Art hat nach der Schwarzifchcn Abbildung und Beschreibung eine schwärz,liche Binde (Schwarz t. 19. f. 8.). Die Wiener Abbildung hat, wie sie selbst Seite282. gestehen, einige Unvollkommenheit, indem daselbst das Queerband zu stark, und dieFlügel nicht tief genug ausgeschnitten sind.
Aufenthalt und Nahrung. Der Spanner wohnt in Deutschland , an Hek«ken und unter Bäumen; besonders die kleine Nebenvarietät bey Wien, in Tyrol, Kärn.then, Hessen rc., die größere in vielen Gegenden, auch in hiesiger zuweilen; im May undJunius. Die Raupe liebt unter den oben angegebenen NahrungSpfianzcn nach Bork«h a u se n die Stachelbeerdlätter.
Anmerkung. Herr Espcr hat bey derselben Borkhausens fünfte Abänderung genannt, stattdie erste und vierte zu nennen.
Zweyte Rare. Der Feldblrnspanner. Phalaena Geometra Quadriluna-
ria, Esp. t. 12. f. Z. 6.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Fensterchen, mondflecktge rothbraune Spamierphaläne mit Mondfischen auf allen
Seiten.
kba.
Pppp