Dritte Horde der Phalänen, die Spann«. Sechste Familie. 66;
den andern kennbar unterscheidet. Die Puppe ist der vorhergehenden gleich, und dieVerwandlungszeit die nämliche.
Aufenthalt und Nahrung. Die Raupe nährt sich auf niedrigen Schle«hensträuchen in Wäldern, seltener auf Obstbäumen.
313, Der Fliederspanner. Phalaena Geometra Syringaria, Lin.
Namen, Schriften und Nachwcisung der Abbildung. M
Fliedermesser, G-.msenir effer (von der Raupengestalt), Peitsche (von der Zeich«nung, bey Gladbach und Brahm), Hollundcrspannerphaläne.
Pbalaeiia Geometra Lz'ringaria Ein. 860. acö. Müller 706. n. ao6.
— — Wiener Verz. 103. n. 3 .
Phalaena — F a b. Ent. III. 2. 136. n. 25.
Fhal. Geometra — Bork hausen V. na. n. 46.
— — — B r a hm II. 370. u. 533.
—■ — — Esper V. tab. n. fig. 3 — 7. mit Raupe.
Rösel I. Nachtvög. 3. Classe t. 10. mit Raupe. Eine seltene Varietät mit derschwarzen Schrägslinie.
Kennzeichen der Art. Spanner. Die Flügel sind ungleich gekappt,am Männchen olivenbraun und weißlich violettgemkscht, am Weibchen olivengrünlich ohnerothe Mischung; an der Flügelspihe ist ein olivengrüner, weißlicheingefaßter, dreyeckigerFleck, an welchem ein schwarzer Punct mit einem Strichelchen verbunden ist, und wo sichzwey Qucerli>"cn anfangen und in ungleicher Richtung durch alle Flügel ziehen.
Das Männchen ist dünnleibig, und an den Fühlhörnern stärker gekämmt alsdas Weibchen.
Raupe, erwachst...: Grau mit Rofenroth, mit orankengelbemRücken, und zweydergleichen Zapfen auf dem 6 . Ring, worauf zwey kleinere Zapfen und hinter jenen 2i'cumme, Gemfenhörnern ähnliche Hacken folgen, alle von Oranienfarbe; hinter 2 Zapfenstehen allemal 2 weiße Knöpfe.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Dieser überaus schöne Spanner, dessen Farben von dem Tageslicht in kurzem ausgezo«gen werden, wenn er nicht demselben beyzeiten entzogen wird, mißt 1 Zoll und 8 Linien,das Männchen 2 Linien weniger. An dem größlentheilS weißviolett angelaufenen Vorder«rand sind die Vorderflügel sanft bogig geschweift; am Hinkerrand sind die Hintern mehrausgekappt als die vordem. Das Männchen ist olivenbraun und weißviolctt, undrothgemischt (das Weibchen lieblich olivengrün und ohne Roth). Die Vorderflügeltheilen sich durch 2 weißlichviolette, parallele, sonst etwas gebogene Queerlinien in dreyFelder. Die erste Queerlinie läuft nicht durch die Hinterflügek; die zweyte fängt sich aneinem olivengrünen Dreyeck unweit der Flügelspihe, und zwar an einem schwarzenPunct an einer schwarzbraunen kleinen Linie befestigt an, die in ihrer weitem Fort-setzung weiß wird, und durch d'c Hintern zieht, wo sie noch am Schwanjwinkel dreykleine und einen großen schwarzen Punct aufnimmt. An dem nämlichen Dreyeck fängtnoch eine besondere, rothe schrägerlaufende Queerlinie an, die im mittelsten Felde bleibt,
und