Band 
Dritter Theil.
Seite
666
JPEG-Download
 

666

Dritte Horde der Phalänen, die Spanner. Sechste Familie.

und hierauf durch die Hinterfiügel zieht. Im dritten Felde ist der meiste Raum oranien-gelb. Die am Jnnenrmd etwas schwarz besprengten Hinterfiügel haben einen rothen,dann weißlichen, mit einigen Puncten versehenen, und hinter diesen einen starkgewasserten.Streif. Die Unterseite ist am Männchen dunkler, als am Weibchen, übrigens den Zeich-nungen nach der obern, ähnlich, aber durchaus mit braunen Strichelchen besprengt.Daö Dreyeck scheint nebst dem schwarzen Punct daran durch, und die hinter» Habeneinen schwarzen Mittelpunct. Varietäten von der Größe, wie sie Rösel hat, 2 Zollbetragend, uWmit einer schwarzen, statt rothen, mittleren Schrägölinie durch alle Flü-gel geziert, sind Seltenheiten, so wie auch solche, wo alle Flügel auf beyden Seiten einenschwarzen Mittelpunct führen. Die weißgcschastetcn Fühlhörner mit braunen Fasern sindbeym Männchen stärker gekämmt als beym Weibchen, das beleibter ist. Der Vorderleibführt an beyden Geschlechtern die Farbe der Vorderfiügel.

Die i Zoll, 3 bis 4 Linien messende, nach hinten zu dicker werdende Raupe istso wohl im May als auch wieder im August ausgewachsen, und von besonderer Bildung«Halb erwachsen ist sie graubraun, vollkommen erwachsen aber grau mit Roftnroth gemischt,und auf dem Rücken oraniengelb mit 2 dergleichen Zapfen auf dem 6 Ring; darauf 2kleine Zapfen, und hinter diesen 2 krumme Geivfenhörnern ähnliche Hacken, alle von Ora-nienfarbe, folgen. Hinter 2 Zapfen stehen allemal 2 weiße Knöpfe, auch hinter denHacken. Am zehnten Absatz sind an jeder Seite zwey dunkelbraune Striche. Der Unter,leib ist wie die Brustsüße braun. Ihre gekrümmte Stellung, wo sie den Kopf mit denVorderfüßen nahe an die Hinterfüße setzt, geben ihr ein sonderbares Ansehen, weilalsdenn die Gemsenhörnery ähnlichen Auswüchse in die Höhe stehen. Ihre Einspinnunggeschieht in einem länglichen, sehr zarten Netze, worin sie als eine sehr dicke, vorne»stumpfe, übrigens fleckige und streifige Pappe mit dem H-r.tcrkhcil unterwärts liegt.Die Ruhe dauert ß bis 3 Wochen bey beyden Generationen.

Aufenthalt und Nahrung. Der Spanner lobt im May und Anfangdes Junius, dann wieder zu Anfang des Augusts oder sväter in Liguster-Gebüschen oderGartenhägeu versteckt, und Abends auf den Blüthen der Louiccren; die Raupe aber nachder Ueberwintcrung im May, und dann wieder im JuniuS und Julius auf dem Flieder,Syringa vulgaris , und besonders dem Liguster. Fabricius gibt auch Jasmin an, meynt aber wohl den wilden Jasmin (klailaclelxlius .coronarius L.). Aus denim August gelegten Eyern kriechen in eben dem Nlonat die jungen Räupchen aus, um zuüberwintern. Von Spätlingen der Sommerraupen überwintern auch die Puppen.

Anmerkung. Daß Linn« und Fabricius, und mit ihnen Gteditsch dem Ampferspanner,Ph. Geom. Amataria Lin. die Eiche jutr Nahrungspflanze geben, kömmt daher, weil sie solchemit der Raupe vom Eichbuschspanner, Ph, Geom, Punctaria vermischten.

314. Dek Äbökdenspanner. Phalaena Geometra Notataria, Vieira.

(Notata L.j

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Notkrte Spannerphalane, Vierling (von den 4 bis 5 Puncten).

Phalaen*