Dritte Horde der Phalanen, die Spanner. Sechste Familie. 669
nimmt 2 Generationen an, wovon die überwinternden Raupen Spätlinge und Ausnahmenvon der Regel seyn sollen. Da man den Spanner bey uns nicht nur im May und Junius,sondern auch im Julius gesehen hat; so inöchee Brahm Recht haben, und der im Juliuserscheinende müßte also zur zweyten Generation gehören, deren Raupen schon zu Anfangdes Mays aus der Eyerschale gekrochen.
Aufenthalt und Nahrung. Der Spanner ist überall einheimisch, erscheintzu Anfang des Mays am gewöhnlichsten, dann auch in den oben genannten Monaten.Die Raupe lebt im Junius, und wieder im August bis Anfang oder Mitte des Septem-bers auf Weißdorn, Apfel, Birnen, Pflaumen, Schlehen, Kirschen.Spätlinge sind es, die im Raupenstand überwintern.
216. Der Goldweidenspanner. klmlaena Geometra Apiciaria, Vienn,Namen, Schriften und Nachwcisung der Abbildung.
Gelbe Spannerphaläne mit spitzwinkligem röthlichen Saum, oranienfarbiger,spitzrandiger Spanner.
Fhalaena Geometra Apiclaria Wiener VcrZ. 104. 13.
— — — Borkhaus. V. 134.
( — — Repandaria Tledllsch.
— — Apiciaria Hühners Veytr. I. 3. t. 2. f. O.
— — Apicaria E sperü V. t. 15. f. 3. Männchen.
— — Marginaria de V ill ers tab. 6. f. 3.
Kennzeichen der Art. Alle Flügel sind bald hochgelb, bald citronengelb,mit orang gelben Strichelchen besprengt, und mit einer schwar-braunen, von der Flügel-spitze der bogig auSgefti,weiften Vordcrsiügel an bis an den Hinterrand der Hintern fortzie-henden Schragslinie bezeichnet, deren Zwischenraum bis an die Franzen eine veilgrauebreite Randdinde oder Limbus mit spitzigem Winkel bildet. Jeder Flügel hat einenbraunen Mittelpunct, und die vorder» haben noch an der Wurzel hin ein großeslateinisches V. f .
Das Männchen ist an den Fühlhörnern, wie gewöhnlich, kennbar.
Raupe. Dunkelbraun, mir Grau schattirt, nach Herrn von Rottenburg im Naturforscher XI. S. i;. Sie ist noch nicht abgebildet.
Beschreibung des vollkommenen Jnfects. Dieser anmukhiggefarbte,i Zoll 2 Linien messende Spanner von veränderlicher, bald hoch- bald cilrongelben Flü-geln, mit orangegelben feinen Srrichelchen hat bogig ausgeschweifte, schwarz zugespitzteVorderfiügei, und mit einer einzigen Kerbe versehene Hinterflügel. Von der Flügel-spitze der ersten bis an den Jnnenrand der letzten zieht sich eine geschwungene schwarz-braune Schräglinie, die am Außenrand veilgrau schattirt ist, und eine breite Flügel-einfassung oder Binde vorstellt, die einen spitzigen Anfangswiukel hat. Jeder Flügel hateinen braunen Mittelpunkt, und gegen die Wurzel der Vorderflügel bildet eine winkeligeQueerlinie einen Zug wie ein großes lateinisches V. Das ganze Jnsect ist goldgelb, und
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