Band 
Dritter Theil.
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Dritte Horde der Phalänen, die Spanner. Zwölfte Familie.

261. Der Feldrosenspanner. Phalanna Geometra Derivata, Vienn.

Namen, Schriften und Nachwcisung der Abbildung.

Schwarzstrelf, lillassarbige Phalane mit schwarzen Streifen, taubenhalöfarbiger«nd braungesirichter Spanner.

Pbalaena Geometra Derivata Wiener Vz. 113. 24.

Phalaena Fimbiiata Fab. Ent. III. 2. 187.212.

Phal. Geom. Deiivata Bork hauten V. 421.207.

_ Dcqeer II. t. 9. f. 1 - 5. Scliaefferi Icon. t. 80. f. 6. 7.

Zn den Gocziscken und Zunqischen Schriften sind drey verschiedene Znsectendaraus gemacht: Derivata , Fimbriata und Nigrofasciaria.

Kennzeichen der Art. Spanner. Die in der Mitte weißlichen, am Hin-terrande bleygrau-feidenglänzenden, sanftgezeichneten Borderflügcl haben eine vornenganz. und hinten halbschwarz gerundete, lehr breite Mittelbinde, deren Hintere Begrün«zung in eine fast bis an den Hinterrai.d reichende Winkelstütze, in der Gestalt eines Schna«belö, geht. Die Fühlhörner sind fadenförmig.

Raupe. Hellgrün, ins Gelbe fallend; der blasse Kopf ist an den Seiten roth;alle Füße nebst der Schwanzklappe carminroch; die drey ersten Ringe haben einen länglich«dreyeckigen, carminrolhen Fleck.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnfectS.'Die sanftgezeichneten, fast eyförmigen Vorderflügel dieses i.Zoll 2 bis z Linien messendenSpanners sind im Raum der Mittelbinde glanzendweißlich, hinter derselben (das ist, imletzten Drittel der Flügelbreice) seidenglänzend-bleygrau. Unweit der Einlenkung ist einfeingraucr Streif; hierauf folgt ein tiefschwarzer Bogenstreif, der eigentlich den Border-rand der weißlich ausgefüllten, mit einem kleinen Punct bezeichneten Mitcclbinde aus«macht. Der dritte, wieder tiefschwarze Streif läuft vom Vorderrand schrägs fast bis zurMitte des Hinterrandes in eine Winkelstütze aus, die einem Schnabel gleicht, und zieht sichvon da wieder als eine äußerst subtile Zackenlinie zurück und nach dem Innenrand hin.Dreser Streif macht den Hintern Rand der großen Mitcelbinde aus. Am Vorderrand desFlügels, wo dieser Hintere Streif anfängt, sitzt ein lichter Halbmond außen dichte dran.An den grau und bräunlich gescheckten Franzen liegt eine feine schwarze Punctenreihe. Dieeinfarbigen Hinterflügel sind so weißgrau und seidenglänzend, wie der Mittelraum derVor-derfiügel, und haben oft einen Mittelpunct und eine verloschene, winkelige Queerlinie.Die mit einem schwarzen Punct bezeichnete Unterseite aller Flügel ist aschgrau; auf denvorder» leuchten die Streifen etwas durch ; auf den Hinkern sind zwey aus Puncten zusam-mengesetzte braune Bogenstreifen. Der Körper des JnfectS ist grau, an den Ringen braungesteckt. Bey Varie- äten ist der bleygraue Raum mit Lillas gemischt.

Die hellgrüne, ins Gelbe fallende Raupe hat einen blassen, an den Seiten ro-then Kopf; carminrokhe Füße und Schwanzklappe; die ersten drey Ringe haben einen läng-lichdreyeckigen, carminrothen Fleck, der mit feiner Grundstäche den Kopf berührt. Inden Ringfugen zeigen sich hellgelbe Ringe. Beym Naturforscher Degeer verwandelte siesich vom Ende des Julius in einem zusammengezogenen Blakte, in einem zarten Gewebe