Band 
Dritter Theil.
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Dle Bachmücken.

ungerandet und trage; der Kops ist klein, ausgereckt, untergebogen, abgerundet, mit vor-gestrecktem cylindrischen Munde; die Augen sind groß, kugelig, hervorragend, mitten inden Seitenrand befestigt; die Fühlhörner stehen von einander ab, und sind über den Mundangewachsen; der Vorderleib ist höckerig erhaben; das Schddckcn ist kaum zu unkerschei-den; der Hinterleib ist verlängert und cylindrisch, der After spitzig; die 2 Flügel sind groß,subtil, an der Wurzel auogeschnitten; die Schwungkölbchen unter den Flügeln bestehenaus einem cyrunden, kurzen oder abgestutzten Knöpschen; die Füße sind verlängert undzart. Die Farbe des Jnsects ist vielfach, mehrentheils aber dunkel. — Sie gehören,wie schon gesagt, in seine letzte Ordnung: Jnsecten mit Schwungkölbchen, An-tliata, deren Ordnungsken »Zeichen ist, daß der Mund aus einem Säugrüssel besteht, des-sen Scheide nicht gefiedert ist.

Diejenigen 2 schädlichen Arten, die von den 61 Linne'ischen und 93 FabriciusischenArten hierher gehören, sind aus der Familie derer genommen, die zusammengelegte Flügelund eine fliegenarcige Gestalt haben.

A. Mehr schädliche?

1. Die Obstb!üth e K -B6chmück e. Tipula florilega, Lin.

Namen, Schnslen und Nachweisung der Abbildung.

Blumenbachmücke, Blumenschänder.

Tipula florilega L in. 976. 4^.

— ~ schwarze Baumblüthschnake. Gleditsch II. -zr.

' Bibio 3 - G e of fr oy Pariiiens. 371.

Reaumur Memoires V. t. 7. f. 7—10.

Kennzeichen der Art und Beschreibung. Sie soll sammetschwarz seyn,und soll ihren kleinen Kopf, große Augen, abstehende Fühlhörner, höckerigen Vorderrük-ken, langen Hinterleib und spitzigen Aster nebst den langen Füßen mit den übrigen Artender Gattung gemein haben; von der Größe der nächstfolgenden.

Aufenthalt und Feinde. Im April und May auf Obstblüthen, desgleichenauf dem Faulbaum. Die Larven der braunen Afterfiiege oder des Wanzenkäferö, Can-thari fusca L., stellen ihren Larven in der Erde nach.

B e r m e y n r l i ch e r Schaden. Diele Bachmücke, welche nach dem Ritter vonLin ne' in ihrem vollkommenen Stande den Obstblüthen in Garten und Feldern äußerstnacktheilia seyn, und zum Beyspiel in Holland , nach Swam merda ms Wahrnehmung,die ganze Obsterndte eines gewissen Jahres vernichtet haben soll, wurde zwar von besaaremRitter von der nächstfolgenden Art (hortulana) getrennt; allein da neuere Naturforschervon ihr als einer eigenen Art schweigen, und siibst Fabricius solche in seinen SchriftenÜbergängen hat; da ferner Linne' sowohl bey,dieser, als bey der nachfolgenden hortu-lana, auf die nämlichen Stellen in Gevffroys und ReaumurS Schriften hi -st,wo offenbar die Tipula Marci (Mouche de S. Marc nennt sie Reaumur im Texi)vorkömmt: so wird unsere Oosiblüthen-B'chmücke am Ende eine Varietät der nachfolgen,den Art seyn, die ohnehin eben auch den Obstblüthen schaden soll.

B. We-