Band 
Dritter Theil.
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875
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Die Bachmücken.

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B. Weniger schädliche.

2. Die Gärtner,Bachmücke. Tipula hortulana, Lin.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Gartenverwüstende Mücke, langbeinige Blumenschnake, Marcusfliege.

Tipula hortulana Lin. 977. 46.

— Marci Lin. 976.38.

— hortulana F a b. Lnt. IV. 248. n. 72.

Hirtea — F a b. Supplement.

Tipula — Die langbeinige Daumschnake. Gleditsch II. 90..

Bibio 3. GeoffroyParisrens.il. 371.

Reaumur V. t. 7. f. 7 —xo. wird von Sinne' bey dieser und der vorhergehen»den allegirr.

Reaumur V. t. 7. f. 17. und 18. Marcusfliege; ebenfalls nach Linne'.

Kennzeichen der Art. Bachmücke. Die Flügel sind weißlich mit einemschwarzen Vorderrand. Der Vorder, und Hinterleib sind roch, bey Varietäten aber beydeschwarz. Am Männchen ist der Kopf von verhältnißmäßiger Größe, beym Weib.chen sehr klein.

tarve. Spindelförmig und kleinköpfig; auf den Einschnitten der Ringe sehekleine Haare.

Beschreibung des vollkommenenJnsectö. Sie ist bis 6 Linien langund hat weißliche, fchwarzgerandete Flügel. Der Brustrücken und Hinterleib sind roth.Doch verbleicht diese Röthe bey getrockneten Exemplaren, die dann gelb erscheinen. Außer-dem ist der Kopf am Männchen verhälmißmäßig groß, am Weibchen sehr klein,die Augen schwarz,' und die Füße gelbroth. Die Fühlhörner des Männchens sindglatt, die des Weibchens aber etwas fägezahnig. Die Schenkel der 2 Vocderfüßezeichnen sich durch ihre Dicke mehr auö, als die übrigen; und die Fußblätter sämmtlicherFüße endigen sich mit solchen Ballen, als die Fleischstiegen haben.

Sie ändert auch ab, und kommt mit schwarzem Brustrücken und Hinterleibvor, welches bey Begattungen wahrgenommen worden ist. Daher auch Fabricius dieLinne'ische Marcusfliege (Tipula Marci) mit etwas schwärzlichen Flügeln, als Varietätmit unserer vereinigt; weiches auch wohl darum gegründet seyn mag, weil Reaumura. a. O. Memoires V. tab. 7. alle Abbildungen von 6g. 7. an biö i?. für die Marcuö-fliege förmlich erklärt.

Die von Ebendemselben IV. lab. 14. 6g. n. in natürlicher Größe, und V.lab. 7. 6g. i. vergrößert dargestellte Larve derselben ist kleinköpfig, spindelförmig, 11 Li-nien lang; hat 1 1 Gelenke, und in jedem derselben ganz feine Härchen. Der After ist nichtabgestumpft.

Aufenthalt und Feinde. Sie findet sich an Garten, und andern Hecken,besonders auf Viburnum Tinus und dem Weißdorn, im Juniuö. — Auch dieser Larvestellt die Larve der braunen Asierfliege sehr nach.

Schaden. Sie verderbt als vollkommenes Infekt die Spargelblüthe und dieObstblüthe der zahmen und wilden Bäume.

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